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Taiji: Zwergwal wird getötet


An Heiligabend ist ein junger Zwergwal vor der Bucht von Taiji (Japan) in ein fest installiertes Netz geraten.

Modell eines Zwergwals
(Foto: Rüdiger Hengl/LWL Münster)

Dieses hatte die örtliche Fischerei-Kooperative einige Hundert Meter vor der Küste etwas abseits des Hafens ausgelegt.

Buckelwal wurde befreit, Zwergwal wurde getötet

Ein Buckelwal, der vor ein paar Monaten ebenfalls in solch ein Netz geriet, wurde von den Fischern befreit. Der Zwergwal dagegen wurde nun mit einer Sprengsatz-Harpune getötet. Das Fleisch soll auf lokalen Fischmärkten verkauft werden.

Zwergwale dürfen getötet werden

Warum wurde der Buckelwal befreit, der Zwergwal aber nicht? Vermutlich liegt das auch daran, dass der Zwergwal zu den Walen gehört, für die es von der japanischen Regierung eine Fangerlaubnis gibt. So wurde den Walfängern für das Jahr 2021 eine Tötungsquote von 171 Zwergwalen zugesprochen. Außerdem erlegt werden dürfen 187 Brydewale und 25 Seiwale – also insgesamt 383 Wale.

Die Fischer von Taiji begründeten die unterlassene Hilfe allerdings damit, dass sie den Wal wegen der schnell steigenden Flut nicht zum Ausgang des Netzes führen konnten.
(Quellen: sueddeutsche.de und whales.org)

Mitten in der Delfin-Treibjagd

Taiji gerät seit vielen Jahren laufend in die Negativ-Schlagzeilen der Medien. Immer zwischen September und März werden in einer Bucht des Fischerortes viele Delfine unterschiedlicher Arten getötet. Einige wenige werden aussortiert und an asiatische Meeresparks verkauft.

Auch der getötete Zwergwal trägt nicht zu einem besseren Image des Küstenortes bei …

Lesetipp

Japan – Land der blutenden Buchten

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