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Delfin- und Walschutz in Kenia


Delfine und Wale werden vermehrt Opfer von Plastikmüll.

Rüdiger Hengl

Große Tümmler bei Sansibar (Foto: Rüdiger Hengl)

Vor den Küsten Afrikas schwimmt viel Müll

Auch in Kenia kennt man das Müllproblem. An der Küste des Indischen Ozeans treiben alte, verrottete oder verloren gegangene Netze, die zur tödlichen Falle für Meeressäuger werden.

Außerdem geraten beim Fischfang Wale und Delfine versehentlich in die Netze.

Eine Boje dient als Wal

Tierschützer bieten Fischern in Watamu ein Rettungsprogramm an, bei dem diese trainiert werden, wie sie Meeressäuger wieder aus einem Netz befreien können.

Dabei soll zum Beispiel eine Boje einen Wal verkörpern. Sie wird an einem langen Seil hinter einem Boot hergezogen. Von einem anderen Boot aus werfen die Fischer einen Haken aus. Sie versuchen damit, das Seil von der Boje abzuziehen.

Doch wenn das Seil an einem echten Tier hängt, ist die Befreiungsaktion schwieriger. Manchmal können die Fischer dann die Leine nur provisorisch abschneiden, weil der Wal immer wieder versucht zu entkommen.

Für das Training werden Dummys eingesetzt

Wie man gestrandeten Delfinen helfen kann, lernen die Fischer anhand eines aufblasbarer Dummys. Dieser wird vorsichtig auf ein reißfestes Stofftuch gerollt.

Zur Fluke halten die Delfinretter Abstand, da ein Delfin damit schmerzhafte Schläge ausführen kann.

Die an der Küste vorkommenden Buckeldelfine können bis zu 200 kg wiegen.

Das professionelle Training dauert zwei Tage und findet sowohl im Meer als auch am Strand statt.

Fischer sind auf den Tourismus angewiesen

Salim Ali und dessen Familie leben seit Generationen vom Fischfang.

Da die Kenianer außerdem von der Tourismusindustrie als wichtige Einnahmequelle abhängen, wirft Salim Ali Mondfische, Schmetterlingsfische und Papageienfische ins Meer zurück.

Über sie sollen sich die Touristen freuen.
(Quelle: In Kenia lernen Fischer, wie sie Wale und Delfine in Not retten)

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