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Schweinswale sind mit Quecksilber belastet


Laut OceanCare hat sich die Belastung mit Quecksilber bei Schweinswalen in den vergangenen drei Jahrzehnten fast verdoppelt.

Schweinswal vor Wilhelmshaven
(Foto: Frank Blache)

Abgenommen haben dagegen die Gehalte anderer Schwermetalle wie Blei, Nickel, Chrom und Cadmium.

Gesundheitliche Schäden sind wahrscheinlich

Je mehr Quecksilber Schweinswale abbekommen haben, desto schwächer wird ihr Immunsystem. Die Folge ist, dass die Tiere an Infektionskrankheiten sterben können.

Jeder zehnte Schweinswal, der in Großbritannien gestrandet ist, war massiv mit dem Gift belastet.

Hohe Quecksilberkonzentrationen in großer Tiefe

Trotz des allgemeinen Rückgangs der anthropogenen Quecksilberemissionen in Europa (infolge der Reduktionsmaßnahmen der 1970er-Jahre) wird angenommen, dass sich die Quecksilberkonzentrationen im offenen Ozean in Tiefen von 100 bis 1.000 Metern weltweit verdreifacht haben.

Altlast-Quecksilber gelangt in die Nahrungskette

In einer Studie wurde die Vermutung aufgestellt, dass Quecksilber, das in früheren Jahren ausgestoßen wurde, durch Umweltveränderungen wieder in oberflächennähere Wasserschichten wandert. Dort gelangt es in die Nahrungskette. Die Forschenden sprechen von Altlast-Quecksilber.

Nicht nur für Schweinswale und andere Meeresbewohner – wie Fische oder Krustentiere – ist dieses Gift gefährlich, sondern auch für den Menschen, der am Ende der Nahrungskette steht.
(Quellen: Temporal Increases in Mercury Concentrations are Associated with Increased Risk of Death by Infectious Disease in Harbour Porpoises (Phocoena Phocoena) und OceanCare)

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