Bei Delfinen, die enge Bindungen mit Artgenossen eingehen, wird offenbar die Zellalterung gehemmt.
Dabei entscheidet nicht die Größe des Freundeskreises, sondern die Intensivität der sozialen Bindung, ob die Tiere schneller oder langsamer altern.
Weniger „Altersschäden“ bei engen Bindungen
Männliche Delfine mit engen sozialen Bindungen wiesen weit weniger „Altersschäden“ in ihren Zellen auf als Einzelgänger, die etwa gleich alt waren.
Diese Erkenntnis wurde anhand von Genanalysen von Großen Tümmlern in Australien herausgefunden.
„Freundschaften reduzieren den Stress“, interpretiert Livia Gerber, Hauptautorin der Untersuchung, ihre Ergebnisse.
Cortisol beschleunigt Zellalterung
Die Zellalterung wird durch Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol beschleunigt.
Und dieses Hormon ist bei eng miteinander befreundeten Delfinen in geringeren Dosen nachweisbar als bei Artgenossen ohne enge soziale Kontakte.
Wichtig für die Meeressäuger ist außerdem, dass sie, wenn sie im Verbund mit anderen Tieren jagen, langfristig weniger Energie verbrauchen.
Mitschwimmen reicht nicht
Delfine, die nur in großen Gruppen mitschwimmen, aber keine engeren sozialen Bindungen zu einzelnen Artgenossen eingehen, sind nicht vor einer schnellen Alterung gefeit. Hier wirkt der Wettbewerbsstress. Außerdem breiten sich in einer Gruppe Krankheiten schneller aus.
„Wirklich gesund sind anscheinend nur tiefe, bedeutende Partnerschaften“, meint Gerber.
(Quelle: geo.de)
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