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Fischfangverbot in der Biskaya


Vom 22. Januar bis 20. Februar 2026 gilt in der französischen Biskaya ein Fischfangverbot für Fahrzeuge ab einer Länge von acht Metern.

Gemeiner Delfin vor Gibraltar
(Foto: Rüdiger Hengl)

Delfine sollen besser geschützt werden

Einen Monat lang darf zwischen der südlichen Bretagne und der spanischen Grenze nicht gefischt werden.

Diese Anweisung, die von der französischen Regierung zum dritten Mal in Folge erlassen wurde, soll Delfine besser schützen. Unzählige von ihnen landen als Beifang in Netzen. Betroffen sind vor allem Gemeine Delfine.

Tote Delfine werden an Atlantikküste gespült

Die Meeressäuger verheddern sich in den Netzen und ertrinken qualvoll. Sichtbar wird das Ausmaß, wenn tote Tiere aufgrund von Strömungen zu Hunderten an die französische Atlantikküste gespült werden.

Fischer erhalten staatliche Unterstützung

Von dem Erlass betroffen sind knapp 300 Boote, die mit Schlepp- oder Ringwadennetzen ausgestattet sind. Für die entgangenen Einnahmen erhalten die Fischer staatliche Unterstützung.

Beifangrate drastisch reduziert

Bisher konnte die Beifangrate um rund 60 Prozent gedrosselt werden. Waren es zwischen 2017 und 2023 in der Wintersaison durchschnittlich 4.700 Delfine, die in Netzen umkamen, reduzierte sich die Todesrate nun auf 1.900.

Die französische Regierung will sich leider nicht auf eine von Umweltverbänden geforderte Ausweitung des Fangverbots einlassen, sondern setzt auf technische Verbesserungen, um den Delfin-Beifang zu vermeiden.
(Quelle: Deutsche Stiftung Meeresschutz)

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