Der NDR gab am 10. Mai 2026 ein Update zur Freilassung des Buckelwals Timmy (Hope).
Es gibt offenbar weiterhin keine Ortungsdaten und keine Vitalwerte des Wals, nur eine Art Ping, der aussagt, „da ist etwas“.
Tracker-Art ist unbekannt
Es wird auch weiterhin nicht bekannt gegeben, um welches GPS-Sender-Modell es sich gehandelt hat, das am Wal befestigt wurde.
In einem Interview mit dem NDR begründet eine der Initiatorinnen der Rettungsaktion – Karin Walter-Mommert – die Geheimhaltung damit, dass die berechtigte Angst bestehe, dass Leute, die sich mit dem Gerät sehr gut auskennen, sich einhacken könnten. Die Nichtbekanntgabe würde ausschließlich der Sicherheit des Wales dienen …
Sie macht außerdem dem Meeresmuseum schwere Vorwürfe, da es von dort – unbewiesen – hieße, der Wal sei wahrscheinlich tot.
Auskunft über Atemrhythmus des Wals
Der Privatinitiative wird vorgeworfen, Daten nicht transparent zu veröffentlichen.
Aber laut Walter-Mommert gäben die Daten bisher ausschließlich über den Atemrhythmus des Wals Auskunft. Ortungsdaten des Geo-Trackers könnten wahrscheinlich erst in drei Wochen abgerufen werden.
Ad-hoc-Aktion
Die Initiatorin spricht weiter von einer Ad-hoc-Aktion, die am Morgen des 2. Mai stattgefunden hätte. Einer vom Team, der an Bord war, wollte, dass diese übergriffige Aktion unverzüglich abgebrochen wird.
Die Tierärzte wurden bei der Freilassung außen vor gelassen.
Haftung mit vier Millionen Euro
Der eigentliche Plan war, dass der Buckelwal vor Stavanger (Norwegen) ausgesetzt werden sollte. Doch er wurde bereits viel weiter südlich im Skakerrak (Meeresbereich zwischen Norwegen, Schweden und Dänemark) von der Barge gelassen.
Frau Walter-Mommert hat – nach eigener Aussage – privat mit vier Millionen Euro für die Barge gehaftet, falls es zu Sachschäden gekommen wäre.
Ermittlungen laufen
Nun gibt es eine Ermittlung zu den Vorgängen. Inzwischen haben sich auch Anwälte der Schiffscrew gemeldet.
Von dieser Seite wird gesagt, dass die Freilassung am Abend des 1. Mai geplant gewesen sei und auf Anweisung der Initiative erfolgt gewesen wäre. Dass dem Wal eine Schlinge aus Schläuchen umgelegt worden sei, wäre ebenfalls im Einvernehmen der Initiative erfolgt. Die Freilassung hätte dann allerdings nicht geklappt und wäre auf den nächsten Tag verschoben worden.
Wegen hohen Wellengangs hätte sich der Wal in der Barge Kratzer zugezogen.
Widersprüchliche Aussagen
Am 2. Mai wäre das Teammitglied Jeffrey Foster von der Privatinitiative ausgesucht worden, die Freilassung zu begleiten. Weitere Personen wären wegen angeblich hohen Seegangs nicht zugelassen worden. Karin Walter-Mommert spricht im Interview dagegen von guten Wetterbedingungen, die am 2. Mai geherrscht hätten.
Am Morgen des 2. Mai wurden vom Bergungsteam erneut Schläuche am Wal angebracht, die eine Verbindung zum Tier hergestellt hätten. Diese wären jedoch – laut Schiffscrew – sofort gelöst worden, als der Wal frei schwamm. Die „Robin Hood“ verdriftete seitwärts und der Wal konnte frei weiterschwimmen.
Aktion wurde als gelungen gewertet
Die Anwälte der Reederei versichern, dass die Crew alles getan hätte, dass „Timmy“, wie der Buckelwal von vielen genannt wurde, möglichst unbeschadet und so schnell wie möglich in Freiheit gelangt. Die Aktion wurde als gelungen gewertet. Die Crew wäre auch nie tierverachtend aufgetreten und hätte die Freisetzung nicht eigenmächtig vorgenommen.
Laut Crew-Angaben hätte der Wal noch einmal geatmet und wäre dann abgetaucht.
(Quellen: NDR und Welt)
In Wikipedia gibt es eine Zusammenfassung über den gesamten Vorgang – von Hopes Strandungen bis zur Freilassung.
Im ZDF gibt es eine Doku über die Geschehnisse.


Ganz ehrlich: Mich nervt diese ganze Diskussion um den Wal in der Ostsee inzwischen gewaltig. Es gibt zwei Lager, und jeder tut so, als wüsste er ganz genau, was mit dem Tier los ist — dabei weiß es in Wahrheit niemand wirklich. Die einen stellen sofort Diagnosen, die anderen erklären alles für harmlos, und am Ende streiten alle nur noch gegeneinander.
Warum fällt es vielen so schwer zu akzeptieren, dass man manche Dinge eben nicht sicher weiß? Gerade bei einem Wildtier in der Ostsee gibt es keine einfachen Antworten. Statt ständig klüger sein zu wollen als alle anderen, sollten manche vielleicht einfach mal ruhig bleiben, solange es keine klaren Fakten gibt. Dieses dauernde Behaupten, Bewerten und Rechthaben macht die Diskussion nur anstrengend, bringt dem Wal überhaupt nichts und sorgt am Ende nur für noch mehr Streit. Haben wir auf der Welt nicht ohnehin schon genug Unfrieden?
Und ehrlich gesagt, in der Politik ist es doch ganz genau so. Viele Probleme sind kompliziert und lassen sich nicht mit ein paar einfachen Sätzen lösen. Die AfD z.B. liefert zwar auf fast alles schnelle und einfache Antworten — aber die entscheidende Frage ist doch, was diese Antworten am Ende wirklich taugen. Einfach klingt immer gut, besonders wenn Menschen verunsichert und/oder ungebildet sind. Aber einfache Parolen sind noch lange keine echten Lösungen.