Themen:

Erneut sind zwei Belugas gestorben …


Leider sind erneut zwei Belugas aus der „Kanada-Gruppe“ gestorben.

Modell eines Belugas (Foto: Susanne Gugeler)

Jelly Bean

Das Weibchen Jelly Bean starb am 17. September 2026 im Alter von 19 Jahren im Oceanogràfic in Spanien. Eine Untersuchung soll nun die Todesursache feststellen.

Das Beluga-Weibchen wurde am 19. Juli 2007 im Marineland Canada geboren und am 27. August 2026 gemeinsam mit einem weiteren Wal, Cleopatra, sowie vier Großen Tümmlern ins Oceanogràfic überführt.

Nachtrag vom 24. September 2026: Echo, ein aus Marineland Canada geretteter Schwarzmeer-Große-Tümmler, starb am 23. September 2026 im Oceanogràfic. Das Weibchen war um das Jahr 2000 in Russland gefangen und am 23. September 2000 nach Marineland Canada überführt worden; am 27. August 2026 kam sie im Oceanogràfic an. Nach Angaben der Einrichtung litt Echo unter schweren Sehproblemen und weiteren gesundheitlichen Beschwerden. In der Nacht vom 22. auf den 23. September traten bei ihr Schluck- und Atembeschwerden auf. Ihr Zustand verschlechterte sich rapide, und sie verstarb trotz der Behandlung durch ihre Pfleger und Tierärzte.
Das Oceanogràfic und Spezialisten der CEU Cardenal Herrera Universität werden eine Obduktion durchführen, um die Todesursache zu klären; den anderen vier aus Kanada geretteten Tieren (einem Beluga und drei Delfinen) geht es gut, und sie werden weiterhin beobachtet.

Osiris

Osiris – ein 26 Jahre altes Beluga-Weibchen – starb am 21. September 2026 im Shedd-Aquarium in Chicago. Sie war dort Ende Juli eingezogen. Osiris fraß nicht regelmäßig, weshalb es für sie schwierig war, die benötigten Nährstoffe und Kalorien aufzunehmen.

Sowohl Jelly Bean als auch Osiris gehörten zu den 30 Belugas (auch Weißwale genannt), die aus dem seit zwei Jahren geschlossenen Marineland Canada (Ontario) in fünf verschiedene Einrichtungen umgesiedelt wurden.

Im Shedd-Aquarium starben bereits Peekachu, 23, und Rain, 20. Außerdem verendete dort Beethoven, ein 34-jähriges Männchen, das lange Zeit in der Einrichtung lebte.

Die Tiere waren in äußerst empfindlichem Zustand

„Als Shedd gebeten wurde, bei dieser Rettungsaktion zu helfen, war uns bewusst, dass diese Tiere in einem äußerst empfindlichen Zustand ankamen und dass der Ausgang für das einzelne Tier nicht garantiert werden konnte“, zitiert die Sun-Times die Betreiber des Aquariums. „Diese Ungewissheit schmälert weder den Schmerz über den Verlust von Osiris noch unsere Verantwortung, den Fall mit wissenschaftlicher Sorgfalt und offener Transparenz aufzuarbeiten.“
(Quellen: Ceta Base und chicago.suntimes.com und Shedd-Aquarium)

Lesetipps

* Im August aus Kanada gerettet – jetzt ist Delfindame Echo in Valencia gestorben
* Delfine und Wale verenden nach Verlegung aus Freizeitpark
* Belugas: Umsetzung und Todesfälle
* Was wird aus den 30 Belugas in Kanada?
* Export von Belugas nach China wird abgelehnt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert