Das Shedd Aquarium in Chicago hat vorläufige Ergebnisse der Nekropsie von Peekachu, Rain und Beethoven veröffentlicht.
Die drei Belugas starben am 25. August (Peekachu) bzw. 2. September (Rain und Beethoven) im Aquarium.
Chronische Magen-Darm-Entzündung
• Peekachu (W), 23 Jahre – erhebliche chronische Magen-Darm-Entzündung. In ihrem Magen wurden Vogelfedern, Äste und große poröse Steine gefunden. Das Shedd Aquarium geht davon aus, dass sie diese Materialien vor ihrer Rettung aufgenommen hat und dass sie nicht direkt mit ihrem Tod in Zusammenhang stehen.
Nachtrag vom 10. Oktober 2026: Abschließende Obduktionsergebnisse: Langjährige Darmentzündung, Veränderungen an mehreren Organen, die auf eine verringerte Nahrungsaufnahme hindeuten, vorbestehender Bluthochdruck, altersbedingte Gewebeveränderungen sowie Narbenbildung in der Lunge, die auf eine frühere Verletzung oder eine überstandene Lungenentzündung zurückzuführen sein könnte.
• Rain (W), 20 Jahre – schwere chronische Magen-Darm-Entzündung. In Rains Magen wurden kleine Partikel gefunden, bei denen es sich möglicherweise um Farbe handelt. Ein direkter Zusammenhang mit ihrem Tod wird nicht vermutet.
Nachtrag vom 10. Oktober 2026: Abschließende Obduktionsergebnisse: Schwere, langjährige Entzündung des Dünndarms, Leberentzündung mit Gewebenekrosen sowie chronische Entzündung der Atemwege mit Hinweisen auf eine abklingende Pilzinfektion. Im untersuchten Lungengewebe fanden sich keine eindeutigen Anzeichen für eine aktive Pilzinfektion.
Externe Pathologie-Experten kamen zu dem Schluss, dass Vorerkrankungen Rain und Peekachu möglicherweise anfälliger für Herz-Kreislauf-Belastungen gemacht haben, was zu ihrem Tod beigetragen hat. Keiner der Abschlussberichte benennt jedoch genau, was diese Reaktionen ausgelöst hat.
Das Ausmaß der Entzündung, die Art der vorhandenen Immunzellen sowie die Veränderungen der Schleimhaut (der inneren Darmwand) und der Gewebestruktur deuten darauf hin, dass die Erkrankung wahrscheinlich schon über einen längeren Zeitraum bestand. Solche Veränderungen entwickeln sich schleichend – möglicherweise über Monate oder Jahre hinweg –, was darauf hindeutet, dass die Krankheit bereits vor der Ankunft der Wale im Shedd ihren Anfang nahm. Sie beeinträchtigte deren Gesundheit und machte sie anfälliger und empfindlicher.
Altersbedinge Veränderungen
Beethoven (M), 34 Jahre – altersbedingte gesundheitliche Veränderungen, darunter Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems. Spezialisten untersuchen noch, inwieweit diese Erkrankungen zu seinem Tod beigetragen haben könnten.
Keine ansteckende Krankheiten
Die Todesursache der drei Belugas konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden. Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine ansteckende Krankheit oder einen gemeinsamen Umweltfaktor, der mit ihrem Tod in Verbindung steht. Die Untersuchungen dauern an.
Zwei weitere Problemfälle
Secord und Caspian bereiten derzeit die größten klinischen Sorgen, und das Shedd Aquarium überwacht sie und die anderen geretteten Belugas weiterhin.
Nachtrag vom 10. Oktober 2026: Caspian starb am 7. Oktober 2026 im Shedd Aquarium (geschätztes Alter: 27 Jahre).
Sie wurde um das Jahr 2003 in Russland gefangen, kam am 26. November 2003 in Marineland Canada an und wurde am 12. August 2026 ins Shedd Aquarium überführt.
Zur Todesursache meldet das Shedd Aquarium: „Caspian, das 27-jährige Beluga-Weibchen, das aus Marineland Canada gerettet worden war, starb am Mittwochabend, dem 7. Oktober – trotz intensiver Bemühungen der Veterinär- und Tierpflegeteams des Shedd, sie zu retten.
In den vergangenen Wochen hatten wir unsere wachsende Sorge um Caspians Gesundheitszustand geäußert. Sie nahm weiterhin weniger als ihre normale Futtermenge zu sich; dies gab Anlass zu ernster Sorge, da Belugas auf ihre Nahrung nicht nur zur Nährstoffversorgung, sondern auch zur Flüssigkeitsaufnahme angewiesen sind. Ihr Betreuungsteam überwachte ihren Zustand genau, tauschte sich mit ehemaligen Pflegern aus Marineland aus und passte die unterstützenden Maßnahmen an, während gleichzeitig für eine ruhige und berechenbare Umgebung gesorgt wurde.
Als sich ihr Zustand am Mittwoch verschlechterte, leistete unser Team lebensrettende Maßnahmen, darunter Flüssigkeitszufuhr und Medikamentengabe. Fast vier Stunden lang hielten sie sie unter Einsatz lebenserhaltender Maßnahmen am Leben – ein Prozess, der ständige Betreuung und enge Abstimmung erforderte –, doch sie konnte sich nicht mehr erholen.
Während dieser lebensrettenden Maßnahmen entnahmen die Pflegeteams Blutproben, die Auffälligkeiten sowohl bei den Elektrolytwerten als auch beim Blut-pH-Wert zeigten. Elektrolyte sind Mineralstoffe, die zur Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und anderer lebenswichtiger Funktionen beitragen. Der Blut-pH-Wert deutete darauf hin, dass das Blut gefährlich sauer geworden war – eine schwere Störung des Säure-Basen-Haushalts, welche die Leistungsfähigkeit des Herzens beeinträchtigen kann.“
(Quellen: Ceta Base und Shedd Aquarium)
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