Haie, Meeresschildkröten, Delfine und Seevögel landen als Beifang in Netzen oder verletzen sich an Haken, mit denen Langleinen bestückt sind.
Die Tiere sterben oft einen qualvollen Tod.
Kaum Kontrollen
Zur Beifangmenge gibt es nur Schätzungen. Greenpeace spricht von knapp 7 bis zu 27 Millionen Tonnen im Jahr.
Zwar müssen Fischer ihren Beifang dokumentieren, aber unabhängige Beobachter sind nur selten an Bord eines Schiffes. Laut Greenpeace können tatsächliche Rückwürfe von Beifang 32-mal höher sein als die gemeldeten Werte. Das wird zumindest bei Hai-Arten in Westafrika vermutet.
Überwachte Meeresschutzgebiete
Überwachte Meeresschutzgebiete könnten die Beifang-Problematik mindern. Streng geschützte Zonen, in denen keine Fischerei stattfindet, bieten Meereslebewesen Rückzugsräume und tragen dazu bei, dass sich Ökosysteme und Fischbestände erholen.
Im Januar 2027 findet in New York die erste UNO-Konferenz zum Hochseeschutzabkommen statt. Greenpeace fordert, mindestens 30 Prozent der Weltmeere bis 2030 wirksam zu schützen.
(Quelle: Greenpeace)

