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Ein Wal wird zum deutschen Sehnsuchtswesen


Spiegel.de geht dem Hype um Buckelwal Timmy (Hope) auf den Grund.

Auge eines Buckelwals – LWL-Museum, Münster
(Foto: Rüdiger Hengl)

Meinungen aus Deutschland, Europa und Übersee

Dafür hat das Nachrichtenportal Meinungen aus Deutschland, Europa und Übersee eingefangen.

Begriffe wie „moralischer Überschuss“, „Verschwörungsglaube“ und „eine fast verzweifelte Sehnsucht nach Handlungsfähigkeit“ fallen.

Offenbar konnten viele selbst ernannten „Walologen“ nicht wahrhaben, dass man nicht alle negativen Geschehnisse, die in der Natur passieren, zum Guten wenden kann. Viele dachten, dass starke Emotionen ausreichen, um das Leben eines stark geschwächten und vielleicht auch sehr kranken Wals zu retten.

„Wenn man Tiere liebt, stirbt man mit dem Wal“

Als Beispiel für die große Emotionalität, die Timmy ausgelöst hat, wird Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zitiert: „Das ist für mich persönlich ein emotionales Thema, denn wenn man Tiere liebt, stirbt man mit dem Wal.“

(Anmerkung Meeresakrobaten: Für mich war es etwas befremdlich, dass Backhaus seine Meinung um 180 Grad geändert hat, nachdem eine Privatinitiative die Rettung des Wals in Aussicht gestellt hat. Ganz zuerst meinte er nämlich, man solle den Wal in Ruhe sterben lassen.)

Verunsicherung der westlichen Gesellschaft

Manche Zeitungen – wie die New York Times – sahen nicht nur ein Tierdrama, das sich in Deutschland abspielte, sondern sie waren der Meinung, eine Verunsicherung der westlichen Gesellschaft erkennen zu können.

Expertenmeinungen galten nichts mehr. Sie wurden gegen Verschwörungstheorien eingetauscht. Es zählte nur noch die „Massen-Emotion“.
(Quelle: spiegel.de)

Der Buckelwal hatte Chance verdient

Meiner Meinung nach hatte Timmy eine Chance verdient. Denn der Buckelwal war ein ganz besonderes Tier. Meines Wissens wurde noch nie zuvor von einem gestrandeten Wal berichtet, der über so viele Wochen immer wieder neue Kraft getankt und seine missliche Lage ausgehalten hat. Aber es war halt nur ein RettungsVERSUCH, der letztendlich leider gescheitert ist.

Schutz vor uns Menschen

Natürlich wäre es jetzt extrem wichtig, Timmys Artgenossen zu schützen – vor uns Menschen …

Doch ich glaube nicht, dass in Zukunft die Meere sauberer, leiser und plastikfrei werden. Außerdem wird der Schiffsverkehr bestimmt mehr statt weniger werden, und ob sich Kapitäne an Geschwindigkeitsgebote und -richtlinien halten, ist auch eher zu bezweifeln. Denn unsere Welt ist auf Schnelligkeit und Wirtschaftswachstum ausgelegt und nicht auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit …

Lesetipp

Timmys Schicksal schlägt bis heute hohe Wellen

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