Auf der 70. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Hobart, Tasmanien, wurden mehrere Entscheidungen getroffen.
Wie OceanCare und andere Walschutzorganisationen mitteilen, bleibt das Verbot des kommerziellen Walfangs bestehen.
Der karibische Inselstaat Antigua & Barbuda sowie einige weitere Länder wollten den Walfang wieder einführen.
Unruhestifter
„Während der gesamten Tagung agierten Antigua und Barbuda und ihre Verbündeten in einer Reihe von Fragen als Unruhestifter“, sagt Fabienne McLellan, Geschäftsführerin von OceanCare. „Ihr Resolutionsentwurf gab großen Anlass zur Sorge. Doch auch nachdem dieser zurückgezogen worden war, spielte Antigua und Barbuda einen weiteren destruktiven Trumpf aus, um eine dringend benötigte Budgeterhöhung für die IWC zu verhindern und die Verabschiedung des Haushalts zu blockieren. Beide Versuche scheiterten glücklicherweise.“
Kein Walschutzgebiet im Südatlantik
Die Einrichtung eines Walschutzgebiets im Südatlantik – ein von Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten eingebrachter sowie von Gabun und Südafrika unterstützter Vorschlag – hat bei der Abstimmung leider keine Dreiviertelmehrheit bekommen. Vier Stimmen haben gefehlt. Das geplante Schutzgebiet im Südatlantik wäre mehr als doppelt so groß gewesen wie die USA.
Resolution zu Kleinwalen
Eine von der Schweiz eingebrachte Resolution zielte darauf ab, den Zusammenhang zwischen kommerzieller Fischerei und der Jagd auf Delfine zu untersuchen. Leider hat die Schweiz ihren Vorschlag bereits in einem frühen Stadium des Prozesses zurückgezogen. Allerdings wurde auf der Konferenz beschlossen, dass der Beifang von Kleinwalen und Delfinen in Fischernetzen verringert werden soll.
Kollisionen mit Schiffen
Überraschenderweise zählte die von den EU-Mitgliedsstaaten eingebrachte Resolution zu Schiffskollisionen zu den umstritteneren Vorlagen. Sie zielte darauf ab, Zusammenstöße zwischen Schiffen und Walen durch Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierungen und alternative Routenführungen zu verringern. Trotz zahlreicher Konsultationen zwischen den Staaten konnte kein Konsens erzielt werden – vor allem aufgrund des Widerstands der USA gegen Formulierungen mit Bezug zum „Klimawandel“ sowie ihrer allgemeinen, umweltfeindlichen Agenda.
Es gibt nun allerdings eine Resolution, die darauf abzielt, dass Schiffsrouten angepasst werden.
Walstrandungen
Einig waren sich die Konferenzmitglieder bei Walstrandungen. Der Datenaustausch soll international verbessert werden – also wann, wo und wie es zu einer Strandung kam. Walstrandungen sollen dadurch besser verstanden und in Zukunft möglichst verhindert werden.
(Quellen: OceanCare und Tagesschau)

