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Drei Grindwale kämpfen immer noch ums überleben


Den drei Grindwalen, die Anfang Mai die Strandung ihrer Gruppe in Cudjoe Key/Florida/USA überlebt hatten (siehe auch MA-News vom 11. Mai 2011), sind noch immer nicht über dem Berg. Sie werden in einem Meeresgehege des Marine Mammal Conservancy Center in Key Largo/Florida/USA gesund gepflegt.

Susanne Gugeler

Grindwal in den Gewässern vor Teneriffa

Mithilfe von Antibiotika (für die Lunge), Elektrostimulation (für die Schwanzflosse) und Physiotherapie (für die Muskeln) versuchen Tierärzte und freiwillige Tierschützer, die Grindwale am Leben zu halten. Zu den Freiwilligen gehören neben Lehrern, Studenten, Kellnern, Köchen und Touristen auch der Schwimmer Steve Lundquist (Goldmedaillengewinner) und der Filmproduzent Jon Landau („Titanic“ und „Avatar“). Sie alle sorgen dafür, dass die 1.000 Pfund schweren Wale an der Wasseroberfläche bleiben. Ohne Stütze würden sie absinken und ersticken.

„Wenn sie atmen, hörst du, dass sie krank sind“, sagt eine der Helferinnen. Bei allen drei Walen handelt es sich um weibliche und noch sehr junge Tiere.

Die gestrandete Grindwalgruppe wurde am 5. Mai entdeckt. Insgesamt waren es 23 Tiere (früher war auch von 21 Tieren die Rede). 15 überlebten die Strapazen nicht. Von den acht überlebenden Tieren konnten zwei zurück in den Ozean gebracht werden. Drei waren so schwach, dass sie eingeschläfert werden mussten.

Russ Rector, ein langjähriger Aktivist, sieht die Rettungsaktion skeptisch, da wohl für die Tiere medizinisch alles getan würde, aber die Helfer würden zu wenig über die Risiken aufgeklärt, die der Umgang mit diesen wilden Tieren mit sich brächte. Er denkt dabei vor allem an Krankheiten, die von den Walen auf die Menschen übertragen werden könnten, genauso wie von den Menschen auf die Wale. Außerdem wären bereits fünf der Helfer von den Walen gebissen worden. Doch bisher sind alle freiwilligen und professionellen Helfer offenbar wohlauf.
(Quelle: The New York Times)

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