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Welche Einsicht bringt die Einsicht?


Die Wal- und Delfinschutzoranisation WDCS/München hat gerichtlich erwirkt, in Akten Einsicht zu nehmen, die über die in Nürnberg lebenden (und verstorbenen) Delfine angelegt worden sind. Ihr besonderes Augenmerk möchte die WDCS dabei auf die Delfine richten, die kurze Zeit nach der Geburt verendet sind.

Großer Tümmler in Nürnberg

Die Auswertung der fotokopierten Unterlagen kann sich bis zu einem Jahr hinziehen, kündigte die WDCS an. Seien wir also gespannt, welche „objektive“ Einsicht die von Spendern finanzierte Organisation durch die Akten-Einsicht gewinnen wird. Ich bezweifle allerdings schon jetzt, dass ein Stapel Papier Aufschluss über das Befinden von Lebewesen geben kann.

Der Tiergarten Nürnberg hat zum „Besuch“ der WDCS folgende Presseerklärung veröffentlicht: „Aktenstudium erlaubt kein Urteil über Delfinhaltung“.

In eigener Sache

Noch etwas in eigener Sache: Kommentare zu diesem Thema sind selbstverständlich sowohl hier auf der Website als auch im facebook „Meeresakrobaten“ erwünscht. Doch ich bitte vor allem die Delfinariengegner, den Ton zu wahren und nicht wieder mit Beschimpfungskaskaden gegen alle die vorzugehen, die nicht ihrer Meinung sind. Das ist in letzter Zeit leider allzu oft passiert … Derartige Beiträge werden von mir entweder gar nicht veröffentlicht oder gelöscht.

Ein Kommentar

  1. Hallo Susanne,
    ich denke, dass die Einsicht gar nichts bringt. Allein aus beschriebenem Papier kann man meines Erachtens gar nichts ableiten. Wenn die Personen nicht interviewt werden, die die Papiere beschrieben haben und die tagaus, tagein mit den Delfinen gearbeitet haben, sind die Ausdrucke noch nicht mal die Kopierkosten wert. Glauben die Tierschützer allen Ernstes, aus den Papieren mehr herauslesen zu können als die Autoren der Berichte selbst? Ich bezweifel das! Weiter denk ich, dass die "Tierschützer" – allein aus Daseins-Berechtigungs-Gründen – ja irgendetwas "Negatives" finden müssen. Was aber, wenn es nichts nachweisbar Negatives gibt? Ich denke, dass die Mitarbeiter in Nürnberg alles Menschenmögliche für ihre Tiere tun. Sicher werden auch hier Fehler gemacht, aber sicher nicht solche, dass man den Pflegern unterstellen kann, Tierquäler zu sein.

    geschrieben von Ruediger

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