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Nun auch Massensterben im Schwarzen Meer


Die Meldungen über das Massensterben unter Delfinen sind durch eine weitere ergänzt worden (siehe dazu auch die MEERESAKROBATEN-Beiträge über das Massensterben in Peru, Cape Cod und im Golf von Mexiko).

Delfine auf Sansibar (Foto: Rüdiger Hengl)

In mehreren deutschen Presseartikel ist zu lesen, dass im Schwarzen Meer fast 150 Delfine und Schweinswale verendet sind. Meeresbiologen gehen offenbar von einer Vergiftung aus.

Die toten Tiere sollen in den vergangenen zwei Wochen an der südöstlichen Küste der ukrainischen Halbinsel Krim gefunden worden sein. Verletzungen, die von Fischernetzen herrühren, konnten nicht festgestellt werden. Daher wird gemutmaßt, dass die Meeressäuger vergiftet wurden.

Spektakuläre Rettung

Eventuell steht auch die spektakuläre Rettung eines gestrandeten Delfins mit dem Massensterben in Verbindung. Ein Mann hatte das geschwächte Tier in einem schmalen Kanal des Schwarzen Meeres gefunden. Er rief ein Taxi herbei und transportierte das Tier in die Hafenstadt Kertsch, wo er es an einer tieferen Meeresstelle frei ließ. Ob der Delfin letztendlich überlebt hat, ist nicht bekannt.

2 Kommentare

  1. GREENPEACE-Magazin: 
     "Eine wissenschaftliche Untersuchung der Kadaver ist aber sehr teuer und daher fraglich", sagte der ukrainische Zoologe Pawel Goldin.

    Auch an der russischen Schwarzmeerküste sind Delfin-Kadaver angeschwemmt worden. Für den Tod dieser Tiere werden Fischer verantwortlich gemacht, in deren illegale Fangnetze die Delfine geraten seien. An der Küste wurden offenbar viele zerfetzte Netze entdeckt.

    Das Töten von Delfinen ist in der Ukraine strafbar. 250 Euro werden als Strafe verhängt.

    Wissenschaftliche Untersuchungen sind sehr teuer und werden daher auch nicht durchgeführt. Hier sind Delfinschutz-Organisationen gefragt, die von einem Teil der Spendengelder kostspielige Untersuchungen in die Wege leiten könnten …

    geschrieben von Susanne
  2. Eine bewusst herbeigeführte Vergiftung  kann ich mir in einem Meer nicht vorstellen. Solche Spekulationen sollten wir lieber den Verschwörungstheoretikern überlassen. Generell sollte man, bevor man nichts Genaues weiß, mit Spekulationen vorsichtig sein. 

    geschrieben von Ruediger

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