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Delfine gehören in den Ozean


Dass Delfine in den Ozean gehören, weiß jeder Mensch. Genauso ist bekannt, dass Löwen ihren Platz in der Savanne haben und Tiger im Dschungel leben.

Delfin-Lagune in Nürnberg (Foto: Rüdiger Hengl)

Ein paar wenige Vertreter der Wildtiere werden in Zoos gehalten. Dies mag dem einen gefallen und dem anderen nicht. Es wird jedoch keine Population an Land oder im Meer dadurch gefährdet, dass in Deutschland Große Tümmler, Löwen oder Tiger unter menschlicher Obhut leben. Diese Tiere können nach einer Gewöhnung an den Menschen auch nicht mehr ausgewildert werden. Vor allem bei Delfinen ist das der Fall.

Doch die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) fordert, dass die Delfinarien in Deutschland (Nürnberg und Duisburg) schließen. Deshalb ließ sie von der Gesellschaft für Konsumforschung eine Umfrage durchführen, bei der bundesweit 2.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt wurden. Sie sollten die Aussage „Delfine gehören in den Ozean, nicht in den Zoo“ mit JA oder NEIN beantworten.

Dass 71,3 Prozent mit JA reagiert haben, verwundert bei dieser (gelenkten) Fragestellung nicht. Wie wäre jedoch das Umfrage-Ergebnis ausgefallen, wenn man zur Diskussion gestellt hätte, dass die 16 derzeit in Deutschland lebenden und dort auch zum großen Teil geborenen Delfine in ein Delfinarium im Ausland gebracht werden sollen, wo eventuell ganz andere (und eventuell weniger strenge) Tierschutzrichtlinien gelten als bei uns? Das wäre nämlich die Konsequenz, wenn die deutschen Delfinarien in Nürnberg und Duisburg dicht machen müssten.

„Delfinarienhasser haben bewirkt, dass Moby, Anke, Sunny und die anderen Großen Tümmler die Lagune in Nürnberg verlassen müssen. Der Verbleib der Tiere ist unbekannt. Ist das in Ihrem Sinne?“ Wie würde wohl bei dieser (ebenfalls gelenkten) Fragestellung die Antwort ausfallen?

Siehe zu diesem Thema auch KRITISCHES ZU DELFINARIEN.

12 Kommentare

  1. An den "Gast", der kein Ende findet …
    Als "Gast" sollte man eigentlich spüren, wann man dem Gastgeber zu viel wird … Bitte suchen Sie sich ein anderes Forum, in dem Sie Ihre Argumente, die Sie in einem Folge-Beitrag gleich wieder verwerfen, veröffentlichen können. Ich habe leider keine Zeit mehr, auf Sie einzugehen, was das Thema "Delfine gehören in den Ozean" angeht.
    Für alle, die nicht wissen können, warum ich diese harte Maßnahme der Sperre ergreife: Der "Gast" sendet einen Kommentar nach dem anderen an die Adresse der MA. Aber leider sagt er darin immer nur das Gleiche. Was, das kann man in den bisherigen Beiträgen des Gastes nachlesen.
    Weitere Kommentare anderer Delfin-Freunde sind natürlich herzlich willkommen ;o))

    geschrieben von Susanne
  2. Ja ausgewildert werden können sie nicht oder nur schwierig
    Ja das Problem verschiebt sich unter Umständen, aber es ist ein Delfinarium weniger auf der Welt (wobei die Gefahr ist das woanders ein neues geöffnet wird) aber Deutschland kommt dem Schutz der Delfine näher und unter Umständen kann man mit guten Argumenten auch irgendwann erreichen das auch andere Länder das einsehen. Für die jetztigen Delfine ist es unter Umständen eine Verschlechterung aber für die Zukunft kann dies trotzdem eine deutliche Verbesserung bedeuten. Es heißt nicht das mit der Schließung der Delfine das eigentliche Problem auf Dauer gelöst ist! Das braucht nach wie vor Zeit und Aufklärungsarbeit, aber es wäre ein erster Schritt!

    Aber vor der Schließung sollte man klären ob es nicht doch möglich ist die Delfine dort hin zu bringen/verkaufen wo sie ihrem artgerechterem Lebensraum näher sind. Projekte für solche Lebensräume gibt es ja schon genügend und an diesen Projekten sollte man weiterarbeiten in Zusammenarbeit mit den bestehenden Delfinarien.

    geschrieben von Gast
    1. Vielen Dank für deinen Kommentar. Du schreibst "Projekte für solche Lebensräume gibt es ja schon genügend". Welche Projekte meinst du??? Wie sollen die Projekte finanziert werden?

      geschrieben von Susanne
      1. ich kann nicht sagen in wie weit diese Projekte schon laufen oder bisher einfach nur Ideen sind. bitte mal nach dolphin island googlen, da wäre z.B. ein solches Projekt/ Idee (scheinbar scheitert es auch dort noch an der Umsetzung, wahrscheinlich wegen finanziellen Gründen). Wie finanziert man solche Projekte, klare Antwort, keine Ahnung, aber wie finanziert man denn Delfinarien? Ich denke wenn man Aufklärungsarbeit und Spenden/Sponsorengelder die die Delfinarien sicherlich auch bekommen eher in solche Projekte steckt kann man auch einiges Bewirken. Aber wie gesagt Überzeugungs und Aufklärungsarbeit und sicherlich auch Kreativität ist das Entscheidende, dann kann man unter Umständen Gelder in die richtigen Hände lenken.

        Geld spielt natürlich überall ne große Rolle und gerade mit Delfinarien kann man unheimlich viel Geld machen und sich unter Umständen in die eigene Tasche stecken. Geld ist Macht und davon haben Delfinarienbesitzer leider oftmals viel zu viel

        Ich persönlich finde es zu einfach, sich darauf "auszuruhen" zu sagen den Delfinen könnte es ja woanders schlechter gehen, natürlich sollte man das Bestmögliche suchen wo sie hinkönnen, aber letztlich kommt es glaub ich auch garnicht mehr drauf an ob sie nun beispielsweise in einem 15 meter großen oder nur 10 meter großen Becken schwimmen mit mehr oder weniger guter Wasserqualität…….. Schlecht bleibt es trotzdem. Natürlich ist das schlechter, keine Frage, aber wesentlich viel Unterschied macht es bei solch sozialen Wesen die so viele Kilometer am Tag in freier Wildbahn schwimmen auch nicht mehr. Und wie gesagt den Delfinen in Zukunft ist davon nicht geholfen. Bleiben Delfinarien – werden immer wieder Delfine nachkommen und das Problem bleibt bestehen. Das Ziel ist doch die Delfine auch in Zukunft in freier Wildbahn zu sehen und nicht in Zoos. Mit Delfinen muss man ja auch nicht züchten. (wo wäre da auch der Sinn?)

        geschrieben von Gast
        1. Ich glaube, dass Sie sich täuschen, wenn Sie sagen, mit Delfinarien kann man "unheimlich viel Geld machen". Wohlgemerkt, ich meine hier die Delfinarien in den deutschen Zoos. Und um die geht es in meinem Artikel ja auch ausschließlich.
          Das zeigt ganz deutlich der Fall Münster. Das Delfinarium wird im Januar 2013 geschlossen, weil k e i n Geld für einen notwendigen Ausbau da ist …
          Wenn man an die große Summe denkt, die der beträchtliche Ausbau des Nürnberger Delfinariums gekostet hat, und weiß, dass der in den nächsten Jahren abgezahlt werden muss, bleibt da wenig an Einnahmen übrig …
          Ich glaube auch nicht, dass da viel Geld "in die eigene Tasche" der Zoo-Mitarbeiter gesteckt wird. Ich ärgere mich über solche unbewiesenen Mutmaßungen, die nur Stimmung "gegen etwas" machen wollen.
          Ich ruhe mich nicht darauf aus (Ihre Worte), wenn ich sage, den Delfinen könnte es im Ausland schlechter gehen. Ich denke nur an die Individuen, die eben mal hier in Deutschland leben. Warum ist Ihnen und den vermeintlichen Delfin-Freunden deren Schicksal egal? Haben Sie schon einmal Moby, Sunny oder Anke (bzw. die anderen Großen Tümmler) beobachtet? Kennen Sie diese Tiere, um die es in der Forderung von PETA geht? Es ist immer einfach, pauschal zu urteilen, wenn man die Wesen, um die es geht, nicht kennt und die dann bei einer Verlagerung "aus den Augen, aus dem Sinn sind". Delfin-Schutz endet meiner Meinung nach nicht vor den Toren eines Delfinariums …
          Es kommt bei der Betreuung der Delfine keineswegs nur auf die Größe eines Beckens an. Bei intelligenten Tieren ist vielmehr wichtig, sich viel um sie zu kümmern, ihnen ein Fitness-Programm anzubieten und sie geistig und körperlich zu fördern und zu fordern. Und das wird in den deutschen Einrichtungen gewährleistet.
          Wie wichtig die Rundum-Betreuung von Delfinen ist, zeigt auch Ric O'Barrys Beispiel von Kathy. Das Delfin-Weibchen ist laut Rics Aussage in seinen Armen gestorben, nachdem sich keiner mehr um das Tier gekümmert hatte. Die Filmaufnahmen waren abgeschlossen, Ric war nicht mehr da, keiner hatte mehr Interesse für das Tier …
          Was die Kilometerzahl angeht, die die Delfine laut ihrer Aussage täglich schwimmen, muss ich auch hier relativieren. Es gibt ganz unterschiedliche Delfin-Populationen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen (Beispiel: Sarasota-Delfine in Florida, die immer im gleichen Gebiet bleiben). Außerdem schwimmen die Delfine nicht aus Jux und Dollerei, sondern um Nahrung zu finden. Und diese Aufgabe fällt in einem Delfinarium weg.
          Zum Schluss noch: In Nürnberg und Duisburg wird es keine Wildfänge geben. Die gibt es bereits seit 20 Jahren nicht mehr in diesen Einrichtungen.

          geschrieben von Susanne
        2. Zunächst einmal ja, muss ich ihnen Recht geben was das finanzielle angeht kann es schon sein das ich da verallgemeinert habe und es in Deutschland anders aussieht und es nicht so einfach ist sich etwas in die eigene Tasche zu stecken. Aber doch eigentlich nur weil die Tierschutzbestimmungen so hoch (Gott sei Dank!) sind und es dadurch natürlich völlig klar ist das sich ein Ausbau eines Delfinariums garnicht rentiert. Das Becken müsste ja Unmengen an Maßen haben, soviele Besucher bekommen die Zoos und Delfinarien doch ganricht das da genügend Geld zusammen kommt um einen Ausbau zu ermöglichen.

          Was die Betreuung, Fitnessprogramm und dergleichen……angeht muss ich ihnen auch Recht geben, das ist schon eine super Sache und natürlich ein Muss für die Delfine daran ist ja nichts auszusetzen. Aber trotzdem absolut kein Maßstab an die eigentlichen Bedürfnisse eines Delfins (egal welche Art!)
          Und ich bin keineswegs nur einfach "gegen etwas" . Ja ich bin ganz klar gegen Delfinarien. Was haben sie für einen Sinn? Doch nur um unseren Egoismus zu befriedigen und den Menschen eine lange und unter Umständen teure Reise zu ersparen um sie in "echt" mal zu bestaunen. Ich kann mir nicht vorstellen das es bei Delfinen um irgendwelche Zuchtprogramme handelt und schon garnicht (um mal wieder auf Deutschland zurück zu kommen) in Deutschland wo es weit und breit kein Meer gibt wo sie leben könnten. Und damit komme ich zum Thema Wildfang. Ja auch das ist sehr lobenswert und ein sehr guter Fortschritt das es die nicht mehr gibt. Aber eben drum frage ich mich wo sollen denn die Delfine herkommen, natürlich werden sie dann im eigenen Becken gezüchtet (oder von einem Delfinarium ins andere hin und hergeschoben)und solang ein Becken da ist wird auch weitergezüchtet bzw geschaut das da immer Nachschub da ist sonst würde sich das Becken und vielleicht auch ausgerechnet DER ausschlaggebende Anziehungspunkt für bestimmte Zoos garnicht mehr rentieren. Was ja auch irgendwie logisch ist. Demzufolge, ja natürlich geht es den Delfinen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern super. Aber welchen Sinn macht es – diese Gefangenschaft?

          Und wie ich schon in meinem ersten Kommentar schrieb bin auch ich nicht dafür ein Delfinarium einfach so zu schließen ohne wirklich gut funktionierende Alternativen zu haben. Aber dennoch sollte das Ziel nicht darin bestehen Delfine aus unserem menschlichen Egoismus in Delfinarien einzusperren und sie in ihren Bedürfnissen zu unterdrücken. Daher bin ich ganz klar für die Schließung jeglicher Delfinarien. Nur so kann man den Delfinen sinnvoll helfen. Sie selbst schreiben auch Delfine gehören in den Ozean!

          geschrieben von Gast
        3. Jegliche Tierhaltung ist ausschließlich dazu da, "unseren Egoismus zu befriedigen" (Ihre Worte). Sehen Sie sich dazu vielleicht einmal meinen Beitrag über die Biophilie (http://www.meeresakrobaten.de/2009/07/biophilie/) an.
          Zu diesem menschlichen Egoismus gehört übrigens auch das Whale-Watching. Es dient ebenfalls ausschließlich dazu, unseren Egoismus oder unsere Sehnsucht nach dem Lebendigen (wie ich es eher ausdrücken würde) zu befriedigen. Keinem Delfin nutzt es, wenn wir uns ins Flugzeug setzen und damit die Umwelt verschmutzen. Auch wird es ihn eher stören als ihm nutzen, wenn wir mit einem Hochgeschwindigkeitsboot in seinen Lebensraum düsen und mit diesem Gefährt "Lärm-" und Wasserverschmutzungen verursachen.

          Die Großen Tümmler sind nicht vom Aussterben bedroht. Sie müssen also nicht ausgewildert werden. Andere Delfine, die kurz vor dem Aussterben stehen, kann man nicht in menschlicher Obhut halten.

          Was die Beckengröße angeht, so habe ich mich dazu ja schon geäußert. Hier macht es nicht unbedingt die Quantität aus …

          Dass Delfinarien (vorausgesetzt es handelt sich hier nicht um reine "Vergnügungstempel", die auch ich vehement ablehne) durchaus ihren Sinn für freilebende Meeressäuger haben können, zeigt sich deutlich beim Delfinarium in Harderwijk/Niederlande. In dieser Einrichtung wurden schon viele gestrandete Schweinswale wieder aufgepäppelt und anschließend ins Meer entlassen.
          Ein anderes Beispiel: Dean Bernal, der mit dem Einzelgänger JoJo schwamm, war auf das Wissen der Tierärzte eines Delfinariums angewiesen, als es darum ging, den kranken und verletzten Großen Tümmler wieder gesund zu pflegen.

          Meiner Meinung nach kann man den Delfinen in Deutschland nicht "sinnvoll helfen" (Ihre Worte), wenn man die Einrichtungen in Nürnberg und Duisburg schließt. Der natürliche Lebensraum ihrer Artgenossen im Meer wird immer weiter zerstört. Jahr für Jahr kommen Zigtausend Delfine in Fischernetzen um. Dort wäre es angebracht zu helfen. Doch die Tiere da draußen sind für uns unsichtbar – wenn sie sterben, gibt es auch keine spektakulären Medienberichte wie bei den in deutschen Delfinarien gehaltenen Artgenossen …

          geschrieben von Susanne
        4. Lieber Gast,
          es ist verdammt schwierig, Ihnen zu folgen, wenn Sie im ersten Post schreiben : "Projekte für solche Lebensräume gibt es ja schon genügend und an diesen Projekten sollte man weiterarbeiten in Zusammenarbeit mit den bestehenden Delfinarien."

          Einen Post weiter schreiben Sie: "Ich kann nicht sagen in wie weit diese Projekte schon laufen oder bisher einfach nur Ideen sind."

          Was denn nun? Gibt es solche Projekte oder gibt es solche Projekte nicht? Da müssen Sie sich schon für eine Aussage entscheiden, ansonsten könnten Ihre Aussagen nämlich leicht als "nur so dahingesagt" interpretiert werden, was schnell an Ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln lässt.

          Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die wenigen in Delfinarien gehaltenen Delfine nicht Maßstab sein können, ob es den Delfinen draußen im Meer gut oder schlecht geht. Delfin-Haltung gefährdet meiner Meinung nach Delfine im Meer nur äußerst unwesentlich.

          geschrieben von Rüdiger
        5. Schade, Schade….leider wird mein Beitrag den ich Ihnen hier geschrieben habe nicht mehr veröffentlicht. Somit wird man wohl an meiner Glaubwürdigkeit zweifeln müssen. Leider ist den Delfinen auch damit nicht geholfen ;-(

          geschrieben von Gast
  3. Ich mag Delfinarien überhaupt nicht, aber was wird wohl aus den Delfinen? Im Ausland ist es sehr oft noch schlimmer.

    geschrieben von IloveDolphins
  4. Ratet mal, welche Antworten ich bekommen würde, wenn ich fragte:
    Wollt ihr weniger Steuern zahlen?
    Wollt ihr mehr Urlaub?
    Wollt ihr mehr Geld?
    Gleich unsinnige Fragen wie die der PETA.
    Was wollten die mit ihrer Frage überhaupt erreichen?

    geschrieben von Rüdiger
  5. Als Meeresbiologin müsste Frau Breining aber eigentlich auch wissen, dass die Tiere nicht ausgewildert werden können, wenn unsere Delfinarien schließen. Das wäre doch dann auch wieder nur eine Verschiebung des "Problems" an einen anderen Standort, wenn die Tiere in Delfinarien im Ausland untergebracht werden müssen.

    geschrieben von Steph

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