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Die Wale haben ein gutes Leben, bevor sie getötet werden …


… so argumentieren manche Walfänger auf den Färöer Inseln. Das mag richtig sein, aber rechtfertigt dieser „Naturgedanke“ trotzdem eine längst überholte Tradition?

Getöteter Grindwal (Foto: Hans Peter Roth)

Auch der Journalist Gavin Haines von ECOLOGIST ist im Zwiespalt, ob er die „nachhaltige“ Jagd auf Wale hinnehmen oder ob er das grausame Abschlachten der intelligenten Meeressäuger verabscheuen soll.

Es gibt genug Wale

„Im Nordatlantik schwimmen ungefähr 750.000 Grindwale“, versucht Jennifer Lonsdale, Vorsitzende der Environmental Investigation Agency, den Journalisten zu beruhigen. Sie findet es dennoch merkwürdig, dass die Regierung den Fang noch nicht verboten hat, obwohl schon längst erwiesen ist, dass das Fleisch der Meeressäuger hochgradig mit Umweltgiften (wie zum Beispiel Quecksilber) belastet ist.

Verzehr des Fleisches löst Krankheiten aus

Der Verzehr von Meeressäugern kann erwiesenermaßen diverse Krankheiten auslösen wie Parkinson, Krebs, Immunschwäche sowie Unfruchtbarkeit bei Männern und eine verzögerte Entwicklung bei den Kindern verursachen. Die Regierung empfiehlt lediglich, nicht mehr als 200 Gramm Grindwal-Fleisch pro Woche zu konsumieren, Schwangere und Kinder sollten am besten gar kein Fleisch der Meeressäuger essen.

Fleisch zum Nulltarif

Die Färinger stehen zur Jagd auf Grindwale, da sie das Fleisch der Tiere kostenlos bekommen. So müssen sie nicht in den Supermarkt und dort das teure Fleisch anderer Tiere kaufen. Außerdem fühlen sich die Inselbewohner der Tierwelt auf den Färöern sehr verbunden und akzeptieren nicht ohne Weiteres einen in Plastik verpackten Fisch aus dem Laden.

Grausame Tötung

Auch der Walfänger Jóhan Joensen will den kritischen Briten beruhigen und versichert ihm, dass der Walfang lange nicht so grausam sei, wie der Journalist meine. Die Jäger würden zuerst die Wirbelsäule durchtrennen, so hätten die Tiere kein Gefühl mehr. Doch die Bilder und Filme, die im Internet kursieren, sprechen eine andere Sprache. Dort wird den Tieren nicht zuerst die Wirbelsäule durchtrennt, sondern sie werden an Haken, die in ihr Blasloch getrieben werden, an Land gezogen und müssen dort oft noch lange warten, bis der Tod sie erlöst …
(Quelle: Ecologist)

Mehr über den Grindwalfang auf den Färöer Inseln erfahrt ihr unter S.O.S.-Färöer Inseln und wenn ihr den Begriff „Färöer Inseln“ in die Suchmaschine oben rechts eingebt.

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