Themen: , ,

Rettet die Schweinswale


Der Schweinswal ist der einzige heimische Wal in Deutschland, den man manchmal sogar vom Strand aus beobachten kann. Er kommt sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee vor – noch …

Schweinswal (Foto: V. Pecsy)

In den letzten Jahren wurden laut der Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS/München für ausgewählte Ökosysteme und Spezies in der deutschen Nord- und Ostsee sogenannte „Besondere Schutzgebiete“ ausgewiesen. In diesen Gebieten schwimmt auch der Schweinswal.

Schutz nur auf dem Papier

Die WDCS schreibt auf ihrer Homepage:

„Allerdings steht der Schutz bisher weitgehend nur auf dem Papier. Derzeit ist das Bundesamt für den Naturschutz (BfN) damit betraut, für acht Gebiete (drei in der Nordsee, fünf in der Ostsee) innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) spezielle Managementpläne zu erarbeiten, die genau definieren, welche Form der Nutzung jeweils verboten bzw. erlaubt ist.

Kein Lärm und keine Fischerei in Schutzzonen!

Aus Sicht der WDCS kommt es vor allem darauf an, dass die Managementpläne die größten Bedrohungen für den Schweinswal, nämlich die schädlichsten Formen der Fischerei (Grundschleppnetze, Baumkurren und Stellnetze) und Lärm im Meer (z.B. durch militärische Übungen oder seismische Untersuchungen zur Erdölerkundung) vollständig aus den Natura 2000-Schutzgebieten eliminiert werden. Nur wenn es gelingt, diese Zonen zu wirkungsvollen Rückzugsgebieten für Schweinswale zu machen, wo die Tiere weitgehend ungestört bleiben, können sich die natürlichen Populationen erholen und gedeihen.

Wale kennen keine physischen Grenzen

Schweinswale brauchen wie alle anderen Delfine und Wale viel Raum. Sie schwimmen täglich große Strecken und halten sich dabei kaum an Schutzgebietsgrenzen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ein effektives Netzwerk von Schutzgebieten nicht nur in der AWZ, sondern auch in den deutschen Küstengewässern und darüber hinaus überall in Europa entsteht. Die Übernutzung der Meere in den industrialisierten Ländern Europas zerstört großflächig Habitate und dezimiert massiv die Bestände. Gerade deswegen sind besonders wertvolle Zonen wie die ausgewiesenen Gebiete vor Zerstörung und Ausbeutung zu bewahren: Dabei müssen Schutzgebietsnetzwerke einen Querschnitt der natürlichen Diversität repräsentieren. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Regenerationskraft der Meere intakt und die Vielfalt der marinen Arten und Lebensräume erhalten bleibt.“

Hier geht es weiter

* Spotlight: Schweinswal-Schutzgebiet vor Sylt
* Alle(s) unter einen Hut: Der Ökosystemansatz

Mitmachen!

In Be their voice kannst du den Schweinswalen helfen und sogar Spaß dabei haben …
(Quelle und weitere Informationen: WDCS/München)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.