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Walkadaver vor Sylt angeschwemmt


Mitarbeiter der Umweltorganisation Schutzstation Wattenmeer in Hörnum haben bei ihren täglichen Kontrollgängen am 28. November einen fünf Meter langen, stark verwesten Walkadaver gefunden.

Natur-Kunst-Denkmal (Foto: Susanne Gugeler)

Natur-Kunst-Denkmal vor der Schutzstation Wattenmeer (Foto: Susanne Gugeler)

„Aufgrund des Zustandes des toten Tieres lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwer sagen, um welche Art es sich genau handelt“, sagt Biologe Rainer Borcherding. Der Schädel des Wals sei vermutlich durch die Kollision mit einem Schiff stark zertrümmert worden. Es könne sich um einen jungen Zwergwal oder einen Schnabelwal handeln.

„Schnabelwale sind Hochseewale, die kaum in Landnähe kommen“, so Borcherding weiter. Sie seien extrem empfindlich gegen Lärm und wiederholt zu Dutzenden durch militärische Sonar-Übungen getötet worden. In der Nordsee kommen Schnabelwale nicht ständig, sondern nur als Besucher vor. Im Jahr 2009 war ein Schnabelwal vor Büsum gestrandet.

Der Sylter Kadaver ist heute von der Gemeinde Hörnum geborgen worden. Proben werden zur Genanalyse und genauen Artbestimmung an das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste nach Büsum gesandt.
(Quelle: Schutzstation Wattenmeer)

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