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Prüfungen zum Schutz der Wale gefordert


Pressemitteilung der Meeresschutzorganisation OceanCare:

Naturschutzverbände wie OceanCare, International Fund for Animal Welfare (IFAW), und Natural Resources Defense Council (NRDC) begrüßen die Entscheidung des Umweltausschusses im EU-Parlament, wonach Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) auch für akustische Meeresverschmutzung, etwa im Zuge der Suche nach Öl und Gas, verpflichtend werden sollen.

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Doch bevor diese Richtlinie rechtskräftig werden kann, muss sie an der Plenarversammlung des EU-Parlaments vom 11. März verabschiedet werden.
„Diese Entscheidung ist längst überfällig und einfach unumgänglich. In Bezug auf angemessene Verträglichkeitsprüfungen, transparente Konsultationsprozesse und Regeln für die Ölindustrie hinkt Europa hinterher“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Zusammen mit der NGO-Koalition Silent Oceans kritisiert OceanCare die fortwährenden seismischen Aktivitäten u.a. in kroatischen und griechischen Gewässern.

Massenstrandungen durch Unterwasserlärm

Untersuchungen von IFAW und anderen belegen den Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und Massenstrandungen von Meerestieren. Die starken Knalle der von der Ölindustrie eingesetzten Luftdruckkanonen sind so laut, dass sie über Tausende Kilometer die Rufe von Walen überdecken können. Damit unterbinden sie die Kommunikation und Partnerfindung der Tiere.

Außerdem können Wale über große Distanzen aus ihrem Lebensraum vertrieben oder an der Nahrungssuche gehindert werden. Näher an der Schallquelle drohen dauerhafter Gehörverlust und andere Verletzungen. Im Meer breitet sich Lärm fünfmal schneller und um ein Vielfaches weiter aus als in der Luft. Für Wale, Delfine und viele weitere Meerestiere, darunter zahlreiche Fischarten, ist das Gehör daher der zentrale Sinn für ihr Überleben und ihre Fortpflanzung.
(Quelle und weitere Informationen: OceanCare)

Weitere mensch-gemachte Gefahren für Wale und Delfine siehe unter Bedrohungen.

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