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Propellerschutz reduziert Delfin-Verletzungen


Immer öfter liest man von verletzten Meeressäugern (Seekühen, Delfinen, Walen).

Die Travelin' Lady fährt mit Propellerschutz (Foto: Rüdiger Hengl)

Die Travelin‘ Lady fährt mit Propellerschutz
(Foto: Rüdiger Hengl)

Denn immer mehr Menschen jagen ihren Lieblingstieren mit Motorbooten hinterher. Die scharfkantigen, sich schnell drehenden Propeller dieser Boote werden manch einem Meeresbewohner zum Verhängnis. Tiefe Wunden im Kopf-/Rückenbereich führen in etlichen Fällen zum Tod des angefahrenen Tieres.

Dass manche Boote ohne Propellerschutz fahren, ist unverständlich. Zumindest für Whale-Watching-Boote ist er meiner Meinung nach ein MUSS.

Die Travelin‘ Lady auf Teneriffa macht es vor. Das Boot fährt nicht nur langsam und in gebührendem Abstand an eine Delfinschule heran, sondern sorgt mit einem Propellerschutz auch für die körperliche Unversehrtheit der Delfine. Ihr findet das Boot in Los Christianos.

Man kann so eine Schutzvorrichtung schon um ca. 300 Euro erwerben. Sie schützt übrigens nicht nur Taucher und Meerestiere, sondern auch das Boot vor Beschädigungen.

Ein Kommentar

  1. Diesen „Propellerschutz“ nennt man auch Kort-Düse oder Kortdüse. Diese wurde bereits in den 1930er Jahren entwickelt und bietet neben einem verbesserten Wirkungsgrad (Spriteinsparung) auch einen Schutz des Propellers gegen Treibgut.

    Umgekehrt verhindert diese Kortdüse natürlich auch, dass im Wasser befindliche Gegenstände und (größere) Lebewesen direkt mit den Propellerspitzen in Berührung kommen können. Auch Unfälle mit Schwimmern und Tauchern könnten damit wesentlich entschärft werden (Prellungen statt tiefe Schnittwunden).

    Interessanter Weise haben in Australien (Gold Coast) fast alle Boote, die in Ufernähe unterwegs sind, solche Kortdüsen – sogar die meisten Außenbordmotoren – zumindest aber all diejenigen, die man in entsprechenden Fernsehserien (H2O oder Mako Mermaids) zu Gesicht bekommt.

    Weshalb es also so schwierig zu sein scheint, dieses simple, aber wirksame Schutzmaßnahme per Vorschrift auch in der EU umzusetzen, ist mir ein Rätsel. Dies umso mehr, als bei einer allgemeinen Vorschrift auch die Stückzahlen erheblich steigen und die Preise ensprechend sinken würden.

    Vielleicht mal eine wirklich sinnvolle Forderung für unsere Tierschutzverbände …

    geschrieben von Norbert

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