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Gewalt an Delfinen ist nicht akzeptabel


Ein Video aus Spanien sorgt derzeit für großen Aufruhr unter Delfin-Freunden. Im Marineland auf Mallorca wurden offenbar Delfine von einem Trainer geschlagen und mit Füßen getreten.

Ken Ramirez von der IMATA (International Marine Animal Trainer’s Association) spricht sich vehement gegen ein solches Verhalten aus. Man kann seine Rede auf Youtube anhören.

Mike Leven vom Aquarium in Georgia macht auf seiner Website deutlich, dass auch er und seine Kollegen null Toleranz gegenüber Tierquälerei, hier bezogen auf Delfine, üben.

Selbstverständlich verurteilen die MEERESAKROBATEN ebenfalls ein derartig gewalttätiges Vorgehen gegen Delfine und hoffen, dass der Fall möglichst schnell aufgeklärt wird. Man kann nur wünschen, dass die Offenlegung von tierquälerischem Verhalten sowie die Reaktion der Menschen im sozialen Netzwerk darauf andere davon abhält, sich ebenso inakzeptabel zu verhalten.

3 Kommentare

  1. Auch der Loro Parque in Teneriffa distanziert sich deutlich von den Vorwürfen gegen Mitarbeiter des Marineland in Mallorca, sofern die Vorwürfe zutreffend sind. Dazu folgendes Statement vom 10.02.15 von der Homepage des Loro Parque http://www.loropaque.com:

    „Loro Parque verurteilt jegliches Training und jegliche Behandlung der Tiere, die nicht auf der Prämisse des Respekts und der Liebe zu den Tieren basiert. Aus diesem Grund geben wir bekannt, dass wir uns von Zoos, die diese Bedingungen nicht erfüllen distanzieren.

    Loro Parque lehnt jegliche, in dem von “Anima Naturalis” (spanische Tierschutzorganisation) freigegebenen Video gezeigten Praktiken strikt ab und ist davon überzeugt, dass das Marineland auf Mallorca, ein sehr angesehenes Unternehmen, solche Praktiken nie zulassen würde.

    Ohne die Wahrhaftigkeit der Aufnahmen infrage zu stellen, möchten wir festhalten, dass unser Unternehmen die gezeigten Praktiken auf’s schärfste verurteilt und solche Methoden in unseren Einrichtungen niiemals zulassen würde. Unsere Tiere werden ausschliesslich auf dem Prinzip der positiven Verstärkung ausgebildet und werden stets mit grösstem Respekt und Liebe behandelt.

    Loro Parque hat sich mit den zoologischen Berufsverbänden (AIZA und EAAM) in Verbindung gesetzt, damit diese die Richtigkeit der Beschwerde prüfen und sollte sich diese als wahr herausstellen, entsprechende Disziplinarmassnahmen einleiten.

    Ein Zoo der eine solche Behandlung der Delfine oder irgendeines anderen Tieres in seinre Obhut zulässt, darf kein Mitglied dieser Berufsverbände sein, welche nach Exzellenz in Bildung, Forschung, Natur- und Artenschutz streben.

    Loro Parque erfüllt strikt die geltenden Vorschriften für Tierparks in Bezug auf die Fürsorge, Tierpflegeprotokolle und die Sicherheitsvorschriften und hat zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von physischen oder psychischen Missbrauch gegenüber der Tiere begangen. Deshalb hat Loro Parque, als der erste Zoo weltweit, das Zertifikat “Animal Embassy” (Tierbotschaft), vom Institut für verantwortungsbewussten Tourismus (UNESCO verbunden) verliehen bekommen, nebst den zahlreichen Auszeichnungen, sowie den Zertifikaten ISO9000, EMAS und ISO14000 welche die Umweltqualität bestätigen.
    Umwelterziehung

    Jedes Jahr besuchen 700 Millionen Menschen die Tierparks dieser Welt, welche sich über die Jahre in ein wirkungsvolles Werkzeug für den Natur- und Artenschutz entwickelt haben. In diesem Sinne versucht das Zoogesetz die positiven Aktivitäten der Zoos zu fördern und den Effekt, den diese auf den Erhalt der Artenvielfalt haben durch gezielte Aktionen der Umwelterziehung, Erhaltung und Forschung noch weiter zu steigern.

    Die Ausstellung der Tiere ist eines der Mittel, die der Sensibilisierung und der Erziehung dienen. In mehr als 1000 Umfragen, die Loro Parque jährlich bei seinen Gästen durchführt, zeigt sich, dass die Besucher eine Vorliebe für jene Tiere aufweisen, die auf aktive Art beobachtet werden können und die Mehrheit der Besucher zeigt sich überrascht in Bezug auf die Intelligenz, welche die Tiere vorweisen und die grosse Vielseitigkeit an Verhaltensweisen die sie an den Tag legen.“

    So weit die Kollegen des Loro Parque.

    Beste Grüße aus dem Vogel- und NaturschutzTierpark Herborn,

    Wolfgang Rades

    geschrieben von Wolfgang Rades
  2. Ich denke, da wird mindestens eine Person kurzfristig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

    Marineland ist auch Mitglied im EAAM und auch diese Organisation hat bereits eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet, die mit Sicherheit Konsequenzen haben bzw. sehr nachdrücklich einfordern wird.

    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das Verhalten des Tiertrainers vom Management des Parks geduldet oder gar gebilligt wird. Ich denke eher, dass da ein Tiertrainer ausgetickt ist (warum auch immer) …
    Weshalb seine Kollegen da allerdings tatenlos zugesehen haben, wirft natürlich unangenehme Fragen auf.

    Grundsätzlich ist man sich heute durchweg einig, dass in der Arbeit mit Delfinen (und eigentlich allen anderen Tieren genauso) Strafen nicht zielführend sind. Eine Erkenntnis, welche die US Navy übrigens schon 1958 in ihrem „Dolphins Trainer Handbook“ so veröffentlicht hat.

    geschrieben von Norbert
    1. Leider gibt es überall schwarze Schafe – egal ob im Umgang mit Mitmenschen, in der Kindererziehung, bei der Zootierhaltung, bei der Haustierhaltung oder in Delfinarien. Würde man das absolut nicht akzeptable Verhalten einzelner zum Maßstab nehmen, gäbe es kein Miteinander mehr.

      geschrieben von Susanne

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