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Delfine haben Gen-Defekt


Schon oft wurde bei den MEERESAKROBATEN berichtet, dass junge Delfine eine angeborene Immunschwäche haben. Das erklärt die hohe Säuglingssterblichkeit der Zahnwale – sowohl in freier Natur als auch in menschlicher Obhut.

Rüdiger Hengl

Große Tümmler bei Sansibar (Foto: Rüdiger Hengl)

Aber auch erwachsene Tiere sterben immer wieder aus unerklärlichen Gründen.

Ein Wissenschaftsteam von der Stanford-Universität in Palo Alto/Kalifornien hat nun herausgefunden, dass Delfine einen Gen-Defekt haben, der bereits vor vielen Millionen Jahren aufgetreten sein muss. Dieser Defekt erklärt die Abwehrschwäche gegen Viren.

Konkret geht es um die sogenannten Mx-Proteine. Diese Eiweißmoleküle reagieren auf Influenzaviren oder auf HIV.

Fast alle untersuchten Säugetierarten haben diese Mx-Abwehrproteine – nur die Zahnwale nicht. Vielmehr sind die Mx-Proteine bei ihnen so verändert, dass sie keinen Abwehrschutz bieten.

(Quellen: Mx1 and Mx2 key antiviral proteins are surprisingly lost in toothed whales und Frankfurter Allgemeine)

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