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Der Wal als schwimmendes Archiv


Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche hat auf ScienceBlogs wieder einen hochinteressanten Artikel zum Thema Anatomie der Wale verfasst.

Blauwal: das größte Tier der Welt (Foto: Rüdiger Hengl)

Dieses Mal geht es um den Ohrschmalz bei Walen.

Wie ich bereits 2013 in einem Beitrag geschrieben hatte, ist der Ohrschmalzpfropfen im Gehörgang eines Großwals eine Art Lebensausweis.

Ähnlich wie Baum-Jahresringe

Ähnlich wie bei den Jahresringen eines Baumes lässt sich das Alter eines Bartenwals durch Zählen der einzelnen Ohrenschmalzschichten feststellen.

Wale haben zwar Ohren, doch der äußere Gehörgang ist nach außen verschlossen. So kann kein Wasser ins empfindliche Innenohr strömen.

Gleich nach der Geburt beginnt das Ohr sofort mit der Absonderung eines Gemisches aus Lipiden, Wachsen und Keratin. Dieses Ölsekret kann wegen des verschlossenen Gehörgangs nicht abfließen und setzt sich so im Gehörgang fest. Nach und nach härtet das Sekret aus und bildet Schichten.

Bettina Wurche befasst sich recht ausführlich mit diesem Pfropfen und schildert dessen genaue Bedeutung mit viel Wissenshintergrund und auf gut verständliche Weise. Schaut doch einfach mal auf ScienceBlogs vorbei und lest das persönliche Physiologie- und Klima-Tagebuch eines Wals.

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