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Japan ist von Delfin-Parks übersät


Wie man auf der von CetaBase veröffentlichten Karte sehen kann, ist Japan von Einrichtungen, die Delfine halten, regelrecht übersät. Bei den in den aufgeführten Parks lebenden Tieren handelt es sich größtenteils nicht um Nachzuchten, sondern 91 Prozent der Delfine stammt aus der alljährlichen Delfin-Treibjagd in Taiji.

Zur Orientierung: Einrichtungen, die in Betrieb sind, haben eine blaue Farbe (57), diejenigen, die nur saisonal in Betrieb sind, sind lila (4) markiert und die gelbe Farbe weist auf geschlossene Anlagen (6) hin. Es gibt in Taiji außerdem noch ein Meeresgehege, in dem die Lebendfänge aus der Treibjagd vorübergehend untergebracht sind.
(Quelle: CetaBase)

Weltzooverband verurteilt Delfin-Treibjagd

Mir ist sehr wichtig, zu erwähnen, dass die o.g. Einrichtungen nicht Mitglieder beim Weltzooverband sind. Der Weltzooverband (WAZA) verurteilt – genauso wie viele ihm angeschlossene Tiergärten – die Delfin-Treibjagd aufs Schärfste. Siehe dazu auch Der Weltzooverband WAZA setzt deutliches Zeichen gegen die Delfin-Treibjagd.

Auch für die beiden Delfinarien in Deutschland (Nürnberg und Duisburg) ist die Delfin-Treibjagd in Japan ein absolutes No-Go. Bereits seit über 20 Jahren kommt man in Deutschland (und in sehr vielen Zoos in Europa sowie in den USA) ohne neue Wildfänge aus, weil die Nachzucht inzwischen sehr erfolgreich ist.

Des Weiteren werden in Deutschland keine Pazifischen Großen Tümmler gehalten (welche vor dem Fischerort Taiji zusammen mit einigen anderen Delfinarten für asiatische Einrichtungen gefangen werden), sondern ausschließlich der Atlantische Große Tümmler. In Duisburg lebt außerdem noch ein sehr betagter Amazonas-Delfin.

Mehr zur Delfin-Treibjagd in Taiji unter SOS – Japan.

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