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Zum „Walgucken“ nach Hamburg


Sie tauchen manchmal sogar im Hamburger Hafen auf: die Schweinswale.

Schweinswal (Foto: V. Pecsy)

Wale in Elbe, Weser und Ems

Man sieht nicht viel von den kleinen Walen. Sie verraten sich lediglich durch ein lautes Ausatmen und die Rückenflosse, die immer mal wieder an der Wasseroberfläche aufblitzt.

Die einzige in deutschen Gewässern heimische Walart zeigt sich seit einigen Jahren wieder verstärkt in Elbe, Weser oder Ems. Der Schweinswal folgt Schwarmfischen, die in den Flüssen laichen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) organisiert aus diesem Grund in Hamburg ein „Walgucken an der Elbe“. Die ersten 15 Plätze auf dem Schiff waren schnell ausgebucht. Die nächste Tour ist für den 16. März geplant.

Schwankende Sichtungszahlen

Die Sichtungszahlen von Schweinswalen schwanken von Jahr zu Jahr. Waren es 2013 330 und 2016 sogar 450 Sichtungen, ließen sich – laut BUND-Mitarbeiterin Linda Kahl – im vergangenen Jahr in der Elbe nur 30 Tiere blicken.

Die höchste Sichtungswahrscheinlichkeit im Hamburger Hafen besteht offenbar vor allem im März und im Mai. Da nehmen die empfindlichen Meeressäuger sogar die Gefahren des Schiffsverkehrs auf sich, um den begehrten Schwarmfischen zu folgen, die im Frühjahr ihre Laichgebiete in den Flüssen aufsuchen.

Zu wenig Stint

Vor allem der Stint gehört zu den Speisefischen der Kleinwale. Doch leider gibt es von dieser Fischart im dritten Jahr in Folge nur sehr wenige.

Da auch Finte und Heringe von Schweinswalen gejagt werden, kann man trotzdem mit einem guten Waljahr rechnen. Das meint zumindest der Schweinswal-Experte Veit Henning von der Hamburger Universität.

Leider gibt es in dieser Jahreszeit nicht nur häufig Sichtungen von lebenden Walen, sondern es gibt auch viele Totfunde, deren Körper Verletzungen durch Schiffe aufweisen. Auch Hautausschläge und offene Wunden wurden festgestellt, die wahrscheinlich von Schadstoffen im Wasser herrühren.

Eine heiße Tasse Kaffee auf dem Schiff

Auch wenn keine 100-prozentige Sichtungswahrscheinlichkeit garantiert werden kann, lädt Linda Kahl zum Whale-Watching nach Hamburg ein. Bei einer heißen Tasse Kaffee auf dem Schiff erfährt der Gast viel über den kleinen Meeressäuger. Und: Welche Stadt kann schon behaupten, einen Wal in ihrem Fluss zu haben?

Das nächste Hamburger Whale-Watching ist am Freitag, 16. März. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Café Entenwerder 1. Anmeldung unter: 040/60038728 oder per Mail: linda.kahl@bund-hamburg.de
(Quelle: Hamburger Abendblatt)

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