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Blauwale setzen auf Altbewährtes


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Blauwale immer wieder die gleichen Nahrungsquellen aufsuchen.

Abtauchender Blauwal
(Foto: Andrea Steffen)

Saisonales Futterangebot wird kaum genutzt

Die Wale lassen sich von einem saisonal üppigen Krillangebot abseits ihrer Wanderroute nicht ablenken, sondern folgen immer wieder dem gleichen „Futterweg“. Dauerhaft ergiebige Futterstellen landen erst nach einigen Jahren auf der Landkarte der Wale.

Da sich mit dem Klimawandel die Ozeane verändern, könnten sich die Meeresgiganten mit der Zeit schwertun, sich an neue Nahrungsangebote zu gewöhnen. Anscheinend verlassen sie sich zu sehr auf ihr Gedächtnis. In dieses hat sich im Lauf der Zeit eingeprägt, wo sich die besten Routen zur Nahrungsaufnahme befinden.

„Die hochintelligenten Wale planen ihre Routen basierend auf ihren Erwartungen, wo und wann Essen zu finden sein wird“, erklärt Studienautorin Briana Abrahms von der Oregon State University.

Neue Futterstellen werden links liegen gelassen

Für ihre Studien haben die Forscher die Bewegungen von 60 Blauwalen im Nordpazifik über zehn Jahre verfolgt. Dafür haben sie die Tiere mit Sendern ausgestattet.

Fazit: Neue Futterstellen werden links liegen gelassen, zugunsten von altbewährten Nahrungsquellen. Im Gegensatz zu Landsäugern lassen sich Meeressäuger von aktuell verfügbaren Futterstellen nicht umleiten.

Die beobachteten Wale ziehen jedes Jahr im Frühling vom Golf von Kalifornien entlang der amerikanischen Westküste über den Kalifornienstrom bis zum Golf von Alaska. Sie kommen genau dann an den Futterstellen an, wenn es dort am meisten Krill gibt.
(Quellen: Blauwale haben „Stammlokal“ und Blauwale wissen, wo’s was gibt)

Ein Kommentar

  1. Ist ja auch sinnvoll, wenn man seine knappen Energieressourcen, welche durch die langen Wanderungen sowieso dezimiert sind, spart und erst mal dort hinschwimmt, wo man seit vielen Jahren eine reiche Futterquelle findet.
    Ist bei uns Menschen auch nicht viel anders: wir gehen ja auch meist in unsere Stammgeschäfte zum Einkaufen und erschließen nur ab und zu mal was Neues und dann oft auch nur aus der Not (bei mir war das vor zwei Jahren, als mein Supermarkt umgebaut hat. Da habe ich dann erst mal die anderen Märkte in meiner Nähe so richtig entdeckt…)

    geschrieben von Oliver

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