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Wale werden nicht freigelassen


Wie zu erwarten war, ist die ganze Euphorie, die durch die Schlagzeilen der Presse angefeuert wurde, erst einmal zunichte gemacht worden. Siehe dazu Meeresakrobaten-Beitrag Fake News oder Wahrheit?

Gefangener Beluga
(Foto: Free Russian Whales)

Neues „Haltezentrum“ existiert noch gar nicht

Wie die Organisation Free Russian Whales (FRW) auf ihrer Website veröffentlicht, sollen die etwa 100 Belugas und Orcas, die seit vergangenem Jahr in mehreren Gehegen unweit von Wladiwostok festgehalten werden, im Sommer in ein „Haltezentrum für große Meerestiere“ überführt werden. Dies hat offenbar die russische Regierung bekannt gemacht.

Die Einrichtung des „Haltezentrums“ ist in einer der Buchten der Insel Russki nahe Wladiwostok vorgesehen.

Knackpunkt: Diese Unterkunft existiert noch gar nicht. Außerdem wäre ein Umzug mit sehr viel Stress für die Tiere verbunden, wie FRW befürchtet. Daher will die Organisation die sofortige Freilassung der Tiere bzw. den sofortigen Beginn von Rehabilitationsmaßnahmen am jetzigen Standort.

Der Umzug auf die Russki-Insel könnte erst nach Beginn der warmen Jahreszeit erfolgen. Das würde laut FRW bedeuten, dass die Meeressäuger für weitere Monate unter unhygienischen Bedingungen gehalten und in den Meeresgehegen für Vergnügungsparks ausgebildet würden.

Schnellstmögliche Freilassung wird gefordert

FRW sieht als einzige Chance, das Leben der Tiere zu schützen, darin, sie so schnell wie möglich freizulassen. Dazu gibt es auf der Website der Organisation mehrere Vorschläge. FRW will die Freilassung finanziell unterstützen.

Angeblich hat Präsident Putin die Anweisung gegeben, öffentliche Organisationen (zu denen sich FRW zählt) in die Rehabilitationsarbeit mit einzubeziehen. Doch das Ministerium für Naturressourcen hätte diese Anweisung ignoriert.

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