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Delfine sind fürsorgliche Mütter


Heute zum Muttertag möchte ich euch noch einmal aufzeigen, was der Biologe und Delfin-Experte Benjamin Schulz über das Familienleben der Delfine herausgefunden hat.

Nynkes Baby an der Milchbar
(Foto: Rüdiger Hengl)

Delfine sind fürsorgliche Mütter

Delfinweibchen sind wohl mit die fürsorglichsten Mütter überhaupt, doch wie viel Energie sie dafür investieren müssen, ist den meisten gar nicht so sehr bewusst.

Wenn dann alles gut klappt, beginnt die anstrengendste Zeit. Neugeborene Delfine sind noch schwach, ihre Flossen noch weich, und so müssen die Mütter sie in ihrem Sog mitziehen. Um diesen Effekt zu erzielen, kann man auch nicht sehr langsam schwimmen.

Mindestens sechs Wochen, bis die Kälber genügend Gewicht zugelegt und gelernt haben, sich im Wasser aufrecht zu halten, müssen die Mütter das Tag und Nacht durchhalten. Und das Gewicht der Kälber steigt wodurch an? Nur durch die Milch, die ebenso von der Mutter unter hohen Energiekosten zur Verfügung gestellt wird.

Weibchen helfen sich bei der Aufzucht

Eine Delfinmutter lebt für zwei. Wobei es schon allein schwierig genug ist, in der heutigen Welt zu überleben. Deshalb sammeln sich Delfine in Gruppen, in denen sich auch die Weibchen gegenseitig bei der Aufzucht helfen.

Aber man sollte nicht denken, dass eine Delfintante ein Kalb zu sich nimmt, damit die Mutter sich ausruhen kann. Die muss dann jagen, und zwar für zwei! Für Mütter gibt es keine Pause, es ist ein Vollzeitjob.

So geht das Säugen vonstatten

Delfinweibchen können ihren Milchfluss regulieren. Unter Wasser ist das Säugen ein komplizierter Akt. Um dabei kein Salzwasser zu schlucken oder zu viel Milch zu verlieren, rollen die Delfinkälber ihre Zunge und docken damit nahezu wasserdicht an den Zitzen der Mutter an. Dann spritzt die Mutter ihrem Kalb die Milch direkt in den Mund.

Enge Bindung zwischen Mutter und Kind

Bei all der Energie, die Mütter in ihre Jungtiere investieren, ist es logisch, dass die Natur dafür eine enge Bindung vorsieht. Und egal, ob man dafür die Hormone verantwortlich sieht: Mutterliebe existiert. Ohne sie gäbe es kein Leben für uns Säugetiere.

In diesem Sinne wünsche ich allen MEERESAKROBATEN-Besuchern einen schönen Muttertag!

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