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Beluga heißt jetzt Hvaldimir


Der Beluga (Weißwal), der seit einigen Tagen Gast in norwegischen Gewässern ist, hat von Hörern eines Rundfunksenders nun einen Namen bekommen: Hvaldimir.

Beluga
(Symbolfoto: Ulrike Germeshausen ((†)

Der Name setzt sich zusammen aus dem norwegischen „Hval“ für Wal und dem russischen Vornamen Wladimir.

Hvaldimir macht Kunststückchen

Hvaldimir taucht immer wieder im Hafen des Fischerdorfes Tufjord (Nordkapp) auf. Vor den Bewohnern vollführt er kleine Kunststücke und lässt sich sogar streicheln.

Es gibt ein neues Gerücht über den Beluga, der auch schon verdächtigt wurde, als Agent der russischen Marine unterwegs zu sein.

Ist der Beluga ein Therapiewal?

Die neue Theorie besagt, dass Hvaldimir eigentlich Semjon heißt und aus einer russischen Therapieeinrichtung stammt. Er solle mit benachteiligten Kindern gearbeitet haben. Veröffentlicht wurde diese Story von der Fischereizeitung fiskeribladet.

Für die Vermutung gibt es sogar einen Kronzeugen: Morten Vikeby. Dieser Mann erzählt von einem Beluga, der angeblich 2008 in Russland aufgepäppelt wurde, nachdem er von angriffslustigen Robben übel zugerichtet worden war.

Aufgenommen wurde Semjon damals in einem Wassersportzentrum an der Küste des Weißen Meeres zwischen der Oblast Murmansk und der Republik Karelien.

Der Beluga lernte Kunststücke und erweckte das Interesse von immer mehr Menschen. Schließlich wurde er für die Therapie von Kindern und Jugendlichen eingesetzt, die psychische Probleme hatten.

Brustgeschirr kommt Morten bekannt vor

Auch das Brustgeschirr, das der Beluga bei seiner Entdeckung in Norwegen trug, kommt Morten Vikeby bekannt vor. Mit einem solchen Geschirr hätte Semjon damals ein Boot gezogen, in dem Kinder saßen.

Hvaldimir darf nicht in Norwegen bleiben

Norwegens Behörden sind sich einig, dass Hvaldimir nicht in Norwegen bleiben soll. Er könne Menschen und sich selbst gefährden.

Angedacht wurde schon, dass er nach Island in ein dort eingerichtetes Meeresgehege gebracht werden soll. Dieses würde er sich dann mit zwei anderen Belugas teilen, die im Juni von China nach Island transportiert werden. Allerdings wäre solch ein Transport sehr teuer.

In Russland gibt es bisher keine „Vermisstenmeldung“. Der Beluga ist dort offenbar niemandem abhanden gekommen …
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)

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