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Teneriffa: zu viele Delfin-Touren


Wie man auf teneriffa-heute.net lesen kann, fordert die Inselregierung Teneriffas das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel dazu auf, die Lizenzen für die Beobachtung von Walen zu beschränken.

Susanne Gugeler

Überall am Strand wird für Whale-Watching geworben.
(Foto: Susanne Gugeler)

Es gibt mittlerweile zu viele Whale-Watching-Anbieter, welche die an der Küste lebenden Wale und Delfine stören oder sogar gefährden könnten.

Immer mehr Anbieter wollen mit Delfinen und Walen Geld verdienen

Mehr als 700.000 Touristen nutzen offenbar jedes Jahr die Möglichkeit, rund um Teneriffa Wale und Delfine zu beobachten. 26 Millionen Euro sollen mit dieser Attraktion erwirtschaftet werden.

Gab es 2014 noch 30 Lizenzen für Whale-Watching-Anbieter, hat sich die Zahl mittlerweile auf 70 erhöht.

Laut Inselrat gibt es keine bestimmten Voraussetzungen, welche von den zertifizierten Anbietern nachgewiesen werden müssten. Auch würden keine Kontrollen durchgeführt.

Nun soll eine Studie das Schutzstadium der Wale und Delfine vor Teneriffa prüfen. Im Oktober 2019 findet auf Teneriffa der Internationale Kongress für Walbeobachtung statt. Dann befassen sich internationale Experten und Organisationen mit diesem Thema.
(Quelle: teneriffa-heute.net)

Alternative La Gomera

Auf der Nachbarinsel Teneriffas – La Gomera – ist der Andrang der Whale-Watcher lange nicht so groß. Hier verbringen wesentlich weniger Touristen ihren Urlaub. Sehr positiv ist, dass zum Beispiel das Whale-Watching-Unternehmen OCEANO mit einem traditionellen Fischerboot hinausfährt. Da es nur recht langsam unterwegs ist, wäre ein „Jagen“ der Wale und Delfine – welches manche Anbieter auf Teneriffa wegen des hohen Konkurrenzdrucks veranstalten – auch gar nicht möglich.

Lesetipps

* Teneriffa: Auf der Insel der Glückseligen und Verstöße bei Wal-Beobachtungen
* La Gomera: Botschafter der Meere und Sanftes Whale-Watching auf La Gomera

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