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Wenn Glattwale flüstern …


Forscher haben herausgefunden, dass Atlantische Glattwale (Nordkaper) mit ihren Jungtieren „flüstern“.

Springender Glattwal
(Foto: Stephanie und Detlef Müller)

Ihre weiblichen Artgenossen, die ohne Kälber unterwegs sind, „unterhalten“ sich dagegen viel lauter.

Wie Forscher in der Fachzeitschrift „Biology Letters“ der Royal Society vermuten, haben die Wale durch die Reduzierung der Lautstärke größere Chancen, unentdeckt zu bleiben. Auf diese Weise schützen sie ihre Kälber, die sich gegen Angriffe von Orcas und Haien nicht wehren können.

Laute sind nur 100 Meter weit zu hören

Mikrofone, die mit Saugnäpfen an den Walen befestigt wurden, nahmen die Töne der Tiere auf. In den ersten drei Lebensmonaten des Nachwuchses waren die Laute der Mutter nur etwa 100 Meter weit zu hören. Bei anderen Walen betrug die Reichweite einen Kilometer. Die Untersuchungen wurden an der Ostküste der USA durchgeführt.

Mutter und Kind verlassen die Gruppe

Ähnlich wie bei den Buckelwalen wurde bei den Glattwalen beobachtet, dass sich Mütter und ihre Kälber aus dem Gruppenverband lösen.

Wahrscheinlich liegt das daran, dass sie erst wieder nach drei Jahren trächtig werden können. Vielleicht ist ein Einzelgängerdasein für Mutter und Kind stressärmer als ein Leben in der Gruppe.

Nur noch 500 Tiere

Atlantische Glattwale sind vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch etwa 500 Tiere. Die Wale werden bis zu 16 Meter lang und wiegen bis zu 100 Tonnen.

Früher wurden die Glattwale oft gefangen. Da sie gemächlich schwimmen, waren sie ein leichtes Opfer für die Jäger.
(Quellen: ZDF und spektrum.de)

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