Themen: ,

Pottwal „Irene – schiefe Schnute“


In der ARTE-Mediathek kann man einen grandiosen Film über Pottwale anschauen.

Blas eines Pottwals
(Foto: Susanne Gugeler)

Pottwal-Familie vor Mauritius

Ein wissenschaftliches Taucherteam sucht im Indischen Ozean vor der Insel Mauritius die Begegnung mit einer Pottwal-Familie. 28 Mitglieder gehören zu deren Clan.

Das Team will die Tiere in ihrem Alltag beobachten und jedes Individuum anhand von markanten Körpermerkmalen identifizieren.

Irene – schiefe Schnute ist die Matriarchin

Angeführt wird die Gruppe von der Matriarchin Irene – schiefe Schnute. Wie der Name schon verrät, fällt sie durch ein schiefes Maul auf.

Eine Pottwal-Matriarchin muss übrigens keinesfalls die stärkste und älteste Kuh in einer Gruppe sein. Sie hat jedoch so viel Einfluss, dass ihr alle Mitglieder folgen.

Großer Appetit und zärtliche Liebkosungen

50 Kilometer am Tag legt die Gruppe zurück, um genügend Beute zu machen. 450 Kilogramm Tintenfisch frisst ein Pottwal am Tag. Der vor Mauritius lebende Clan benötigt zehn Tonnen Kopffüßer, um satt zu werden.

Die Pottwale werden von den Forschern dabei beobachtet, wie sie ständig ihre Körper aneinander reiben und sich liebkosen. Diese Beschäftigung kann sich über Stunden hinziehen.

Damit der Zuschauer erkennt, welcher Pottwal des Clans gerade gefilmt wird, hilft eine Strichzeichnung, die die körperliche Besonderheit des jeweiligen Tieres hervorhebt.

Kindermädchen Germine

Die Taucher haben herausgefunden, dass sich eine Walkuh schon seit 2011 besonders stark um die Neugeborenen kümmert. Sie haben sie Germine genannt.

Auch haben sie die Jungtiere dabei gefilmt, wie sie mit Gegenständen im Wasser spielen oder sich neugierig einem Menschen nähern.

Acht Klicks

Mit einem speziell angefertigten Hydrophon erkundeten die Wissenschaftler, dass sich die Mitglieder des Clans in einer ganz bestimmten Klickfolge unterhalten. Die sogenannten Codas bestehen bei allen Gruppenmitgliedern aus acht Klicks.

Sogar ein Neugeborenes verwendet diese Abfolge. In anderen Meeren benutzen Pottwale oft eine rhythmische Sequenzen, die aus vier bis fünf Klicks bestehen.

Gebildet werden diese Klicks in der rechten Nasenöffnung des Pottwals. Wenn er auf Jagd geht, kommen die ausgesandten Laute als Echo zurück. Die Meeressäuger sehen die Kalmare quasi mit den Ohren. Sie machen sich ein Lautbild von der Umgebung.

Als Irene – schiefe Schnute mit der Fluke aufs Wasser schlägt, gelingt es den Forschern Hautfetzen für die Genanalyse einzusammeln. Weitere Hautstücke von anderen Pottwalen bestätigen die Verwandtschaftsbeziehung der Tiere.
(Quelle: Auf du und du mit Pottwalen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.