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Walen in den Darm geschaut


Nach dem ganzen „Feiertags-Essensstress“ bietet es sich an, sich einmal mit der Verdauung der Wale zu befassen. ;o))

Walfang in Grönland
(Foto: Frank Blache)

Schwer verdauliche Fette

Die Nahrung vieler Bartenwale besteht aus Krill und anderen kleinen Krebsen. Davon schlucken sie bei jedem Beutegang eine enorme Menge.

Doch wie verdauen sie die schwer verdaulichen Wachsester (eine Fettvariante), aus denen die kleinen Lebewesen bestehen?

Erforschung der Grönlandwale

Carolyn Miller von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) und ihre Kollegen haben herausgefunden, wie Grönlandwale die Fette aufschließen.

Bestimmte Bakterien im Dünndarm sind dafür hilfreich. Im menschlichen Verdauungstrakt fehlen diese.

Ihre Forschungen führten die Experten an legal gefangenen Grönlandwalen durch. (In Alaska bekommen die Inuit eine bestimmte Walfang-Quote zugestanden.)

Zwei Bakterien-Gattungen

Zum einen wurde der Nahrungsbrei auf Wachsester hin untersucht. Außerdem wurden die Anzahl und die Arten der Bakterien ermittelt, die sich im Verdauungstrakt der Wale befanden.

Bei der Studie kam heraus, dass der Hauptort der Wachsester-Verdauung im mittleren bis hinteren Dünndarmbereich liegt.

Im Magen und in den vorderen Darmabschnitten der Wale bestand der Fettanteil noch aus 51 bis 90 Prozent Wachsestern. Im Dickdarm hingegen kamen nur noch 30 Prozent des Wachsesters an.

Offenbar spielen vor allem zwei Bakterien-Gattungen bei der Wachsester-Verdauung eine Rolle: Actinobacillus und Cetobacterium.
(Quelle: natur.de)

Lesetipp

Expedition Grönland – auf der Suche nach Walen

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