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Blasen und Schlösser aus Luft


In der Online-Ausgabe von National Geographic gibt es einen interessanten Artikel über Tiere, die Luftblasen auf äußerst kreative Weise nutzen.

Jagender Buckelwal
(Foto: Frank Blache)

Blasenvorhang kesselt Beute ein

Dabei wird auch über Buckelwale berichtet, die eine ungewöhnliche Jagdtechnik praktizieren. Sie erzeugen quasi Netze aus Luftblasen, in denen Krill und Fische eingekesselt werden.

Ein Wal löst sich dabei aus einer Gruppe und treibt die Beutetiere näher zusammen in Richtung Wasseroberfläche. Die anderen brauchen dann nur noch abzuschöpfen.

Ein zweiter Buckelwale bleibt unter dem Schwarm und bildet sozusagen den Boden des Fangnetzes. Die Fische bleiben innerhalb des Blasenvorhangs. Sie schwimmen nicht durch, weil sie nicht wissen, was sie dahinter erwartet.

Unterschiedliche Blasenformen

Die Blasen, welche von den Buckelwalen ausgestoßen werden, haben unterschiedliche Formen: Es gibt Ringe und Spiralen. Manche Tiere blasen die Luft stoßweise aus.

Von Forschern wurde dieses Verhalten vor allem vor Alaska beobachtet.

Andere Jagdtechnik

Doch auch vor der Halbinsel Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts kann man den Buckelwalen beim Jagen zusehen. Dort wurde 1980 ein Weibchen dabei beobachtet, wie es von oben nach unten in den Fischschwarm stieß und mit der Fluke schlug.

Auch auf diese Weise entstanden Luftblasen. Bei diesem sogenannten „kick feeding“ wird die Beute überrascht und aufgeschreckt. Sie ist so einfacher zu fangen. Auch andere Mitglieder der Population wenden mittlerweile diese Jagdtechnik an.

Im oben erwähnten Artikel erfahrt ihr außerdem, dass sich Wasserspinnen ein „Luftschloss“ bauen, und wie Sternmulle, Schaumzikaden und Veilchenschnecken Luftblasen nutzen.
(Quelle: National Geographic)

Lesetipp

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