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Delfine kommunizieren synchron


Delfine unternehmen oft gemeinsame Aktionen. Sie formieren sich zum Beispiel zu einer Gruppe, wenn sie auf Jagd gehen.

Große Tümmler/Teneriffa
(Foto: Frank Blache)

Synchronisierte Rufe

Offenbar stimmen die Meeressäuger aber nicht nur ihre Motorik aufeinander ab, sondern sie synchronisieren untereinander auch das Tempo ihrer Rufe.

Dieses Verhalten wird vor allem bei männlichen Delfinen beobachtet, wenn sie ein Weibchen aus einer Gruppe isolieren.

Bisher gingen Biologen davon aus, dass nur Menschen physische und verbale Aktionen aufeinander abstimmen, um mehr Effizienz zu erreichen oder Bindungen zu festigen. Man denke nur an militärische Veranstaltungen.

Spannungen werden verringert

Ihre Beobachtungen machten Bronte L. Moore und Kollegen an verschiedenen Stellen der Shark Bay in Australien.

Verbündete männliche Delfine arbeiten eng zusammen, wenn es darum geht, ein Weibchen zu bewachen und es vor rivalisierenden Allianzen zu schützen. Allerdings konkurrieren sie dabei auch um eine unteilbare Ressource (Befruchtung).

Die Forscher gehen davon aus, dass die Synchronität in Motorik und Akustik Spannungen in der Männergruppe verringern. Auf diese Weise können sie erfolgreich zusammenarbeiten. Der Wettbewerb um das Weibchen tritt so erst einmal in den Hintergrund.

Hormone spielen eine Rolle

Es wird davon ausgegangen, dass das synchrone Verhalten der Delfine hormonell gesteuert wird.

In Studien wurde herausgefunden, dass in menschlichen Beziehungen das Neuropeptid Oxytocin freigesetzt wird. Dieses Hormon fördert das Vertrauen sowie die Zusammenarbeit und verbessert außerdem die soziale Kommunikation.

Während bei Delfinen noch ein Zusammenhang zwischen Synchronität und Oxytocin-Freisetzung nachgewiesen werden muss, wurde bei anderen Tieren wie Erdmännchen, Schimpansen und Seehunden ein Zusammenhang zwischen Oxytocin und prosozialem Verhalten festgestellt.

Gemeinsames Handeln wird erleichtert

Die Studie der Forscher legt nahe, dass die akustische Koordination bei Delfinen auch ihr kooperatives Verhalten fördert.
(Quellen: Deutschlandfunk und The Royal Society)

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