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8 Delfine sollen umgesiedelt werden


Acht Delfine sollen in ein neues Zuhause umgesiedelt werden.

Hier sind Delfine deplatziert.
(Foto: Rüdiger Hengl)

Park konzentriert sich auf Vergnügungsgeschäft

Der Vergnügungspark Asterix, der sich in der Nähe von Pairs befindet, gibt seine Großen Tümmler und Seelöwen ab. Die Leitung des Parks will sich offenbar in Zukunft ganz auf das Fahrgeschäft und auf den Themenpark „Asterix und Obelix“ konzentrieren.

Die acht Großen Tümmler sollen in bestehende Einrichtungen umgesetzt werden. Ich hoffe, dass sie in Delfinarien kommen, die dem Welttierzooverband WAZA angeschlossen sind. Dort werden bestimmte Standards bezüglich des Tierwohls verlangt.

Nachtrag vom 1. Februar 2021: Laut GRD München haben alle Delfine die Einrichtung verlassen – mit Ausnahme der 39-jährigen Femke, die aufgrund einer schweren Krankheit eingeschläfert wurde. Am 23. Januar wurden offenbar bereits zwei Delfine in den schwedischen „Kölmarden Wildlife Park“ transportiert. Am 30. Januar wurden drei weitere nach „Mundoma“ in Benidorm, Spanien, und die restlichen zwei am 31. Januar nach „Oceanografic“ in Valencia, Spanien, gebracht.

Tierhaltung ist anspruchsvoller geworden

Die Tierhaltung hat sich im Lauf der Zeit gewaltig geändert und auch die Einstellung zur Tierhaltung. Zwischen Riesenrad und Achterbahn ist ein Delfinbecken heutzutage deplatziert. Deshalb begrüße auch ich die Entscheidung der Park-Verantwortlichen.

In Großbritannien und Deutschland hatten wir einen ähnlichen Einstellungswandel beobachten können. Beide Länder kommen inzwischen ohne „mit Delfinen bestückte Rummelplätze“ aus.

Forschung im Zoo zum Wohlbefinden der Delfine

Meiner Meinung nach vorbildlich gehen der Duisburger Zoo und der Nürnberger Tiergarten mit ihren Meeressäugern um.

Wie man anhand von mehreren Parametern herausfinden kann, ob es einem Delfin gut geht, zeigt der Beitrag Projekt Zukunft – Das Wissenschaftsmagazin (ab 12:32).

Lesetipps

* Nachgefragt: Finnlands Delfine
* Delfinarium in Finnland schließt

3 Kommentare

  1. Ein lachendes und ein weinendes Auge.

    Einerseits von ich mit Susanne ganz einer Meinung, dass ein Vergnügungspark nicht die richtige Umgebung für irgendeine Tierhaltung ist, vielleicht Hunde ausgenommen. Es ist schlicht der falsche Kontext, die Menschen kommen dort hin, um sich zu unterhalten. Tiere dienen aber nicht der Unterhaltung. Wenn das Zoos unterstellt wird und Besucher mit diesem Anspruch in den Zoo kommen, liegt das an der entsprechenden Unwissenheit, bzw. falschen Anspruchshaltung der jeweiligen Personen, aber (hoffentlich) nicht im Selbstversständnis des Zoos. Und jeder moderne Zoo sollte tunlichst vermeiden, solche Geisteshaltungen, wissentlich oder nicht, zu unterstützen.
    Bei Vergnügungsparks ist die Unterhaltung natürlich der Zweck. Deshalb finde ich Tiere dort fehl am Platz, selbst wenn die Haltung absolut angemessen wäre. Und davon kann beim Parc Astérix eigentlich ausgegangen werden, der Präsentationskontext ist den Tieren selbst ja herzlich egal. Immerhin war die Haltung ins EEP eingebunden, es ware in Zuchtstandort (für qualitative und quatitatvie Einordnung müsste ich mich tiefer in die Zahlen einarbeiten), Austausch bestand in der Vergangenenheit in erster Linie mit Planète Sauvage und Harderwijk (zeitweise die gleichen Eigner, wenn ich nicht irre). Und der Zuchtstandort fehlt jetzt leider und ob man darauf hoffen darf, dass in absehbarer Zeit neue dazu kommen, halte ich für fraglich. Eher steht zu befürchten, dass ähnlich wie Barcelona weitere überalterte Anlagen zumachen, wenn ein Ausbau oder eine Modernisierung zu teuer oder nicht gewollt ist. Da schließe ich übrigens Duisburg auf Lange sicht nicht von aus, wenn ich mir die hiesige Situation vor Augen halte.
    Daher das weinende Auge.

    geschrieben von Dani
  2. Laut GRD München haben alle Delfine die Einrichtung verlassen – mit Ausnahme der 39-jährigen Femke, die aufgrund einer schweren Krankheit eingeschläfert wurde.
    Am 23. Januar wurden offenbar bereits zwei Delfine in den schwedischen „Kölmarden Wildlife Park“ transportiert. Am 30. Januar wurden drei weitere nach „Mundoma“ in Benidorm, Spanien, und die restlichen zwei am 31. Januar nach „Oceanografic“ in Valencia, Spanien, gebracht.

    geschrieben von Susanne
  3. Könnte nicht Nürnberg (nach dem Tod von Moby und Anke) evtl. ein, zwei der Tiere aufnehmen?

    geschrieben von Oliver

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