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Stirbt Delfin-Population aus?


Wie man auf der Website von zoos.media lesen kann, ist die Population Großer Tümmler in der Bay of Island (Nordinsel von Neuseeland) drastisch eingebrochen.

Großer Tümmler
(Symbolfoto: Rüdiger Hengl)

Whale-Watching-Industrie stört die Delfine

Verantwortlich gemacht wird dafür die Whale-Watching-Industrie. Gab es 1999 noch 278 Große Tümmler in diesem Gebiet, wurden aktuell nur noch 26 Tiere gezählt.

Laut Mitteilung von zoos.media wurden in der letzten Saison gar keine Kälber geboren. Die Jungtiersterblichkeit der vergangenen Jahre wird auf 75 % geschätzt, wozu noch eine bei Wildbeobachtungen übliche Dunkelziffer hinzugezählt werden muss.

Nur 25 Prozent der Jungtiere überleben

Damit ist sie weit über der Jungtiersterblichkeit in Neuseeland generell und weit über der in seriösen Delfinarien. Normalerweise ist zu erwarten, dass in Menschenobhut und der Natur etwa um die 40 % der Jungtiere überleben und nicht nur 25 %.

Damit haben die Kälber, die vom Whale-Watching betroffen sind, eine viel höhere Sterbewahrscheinlichkeit, als sie sonst hätten. Der Grund dafür ist, dass die Tiere “dank” der Whale-Watching-Industrie vor Ort, die sowohl Bootstouren als auch Tauch- und Schwimm-Exkursionen anbietet, dafür sorgt, dass die Delfine 86 % ihres Tages von sie störenden Menschen und Booten umgeben sind.

Weitere Informationen und Quelle: zoos.media

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