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Massensterben bei Grauwalen


Die Biologin und Journalistin Bettina Wurche schreibt in spektrum.de vom Massensterben der Grauwale.

Grauwale
(Foto: Roland Edler)

Mithilfe von Drohnen haben Beobachter festgestellt, dass die Grauwale in den Lagunen vor der Baja California seit drei Jahren immer magerer aussehen. Die Kolosse gebären in Mexikos Gewässern ihre Kälber, nachdem sie eine bis 20.000 Kilometer lange Reise aus arktischen Gebieten angetreten haben.

Mehr tote Tiere als früher

Die Tiere sind offenbar nicht nur unterernährt, sondern es werden zudem vermehrt tote Tiere an den Küsten Mexikos, der USA und Kanadas angespült. 2019 waren es 214, 2020 schon 174.

Auch Anfang 2021 kamen die Wale abgemagert in ihrer Kinderstube an, und bis Anfang Februar strandeten bereits drei Kadaver.

Weniger Wal-Babys

Außerdem gibt es weniger Mutter-Kind-Paare als früher.

Ein Grauwal-Baby wächst in nur sieben Monaten von fünf auf zehn Meter Länge heran. Dafür muss die Walmutter viel fettreiche Milch bereitstellen.

Bevor die Grauwale in der Baja California ihre Jungen großziehen, nehmen sie normalerweise Nahrung in der Arktis auf. Offenbar wird diese aber wegen der Klimaerwärmung immer weniger.

Die grauen Riesen sind Zeugen des Klimawandels

„Zeugen des Klimawandels“ nennt die Grauwal-Forscherin Amelia Brower die grauen Riesen. Sie beobachtet seit einigen Jahren, wie die Tiere auf der Suche nach Nahrung immer weiter nach Norden schwimmen müssen.

Forscher der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) haben an der ostpazifischen Küste zwischen 2019 und 2020 21.000 Grauwale gezählt. 2016 gab es hier noch 27.000 Wale.
(Quelle und weitere Informationen: Grauwale im Klimawandel)

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