Am Dienstag, 3. März 2026, tauchte im Holzhafen von Wismar ein etwa zwölf Meter langer Finnwal auf.
Im Schlepptau hatte er Fischernetze, die ihn beim Schwimmen behinderten. Die Feuerwehr befreite ihn davon.
In Lübecker Bucht
Nachdem der Wal Richtung Ostsee geschwommen ist, ist er später in der Lübecker Bucht aufgetaucht.
„Wir haben es jetzt geschafft, den Wal zu finden“, sagte Florian Stadler von der Meeresschutz-Organisation Sea Shepherd.
Er und seine Mitstreiter wollen den Finnwal von einer Leine befreien, die sich um seinen vorderen Körperteil gewickelt hat. Sie ist offenbar der Rest eines Stellnetzes, in das das Tier geraten ist.
Seil schneidet sich in Körper
Das Seil kann zu einem großen Problem werden, wenn der Finnwal weiter an Umfang zunimmt. Es schneidet sich dann in seinen Körper ein.
Der Plan ist nun, das Seil mit einem sogenannten Line Cutter zu zerschneiden. Dabei handelt es sich um einen Haken, an dessen Innenseite sich ein Messer befindet. Die Aktion kann von einem Boot aus erfolgen.
Der gleiche Wal?
Anfang des Jahres war mehrfach ein Finnwal in der Flensburger Förde (westlichen Ostsee) gesichtet worden. Ob es sich um das gleiche Tier handelt, weiß man nicht.
(Quelle: sueddeutsche.de)
Insel „Walfisch“
In der Wismarer Bucht gibt es übrigens eine unbewohnte Insel, die „Walfisch“ heißt.
Erinnerungen an einen Finnwal
Das Ereignis erinnert mich an unsere traurige Begegnung mit einem sterbenden Finnwal-Weibchen in Irland vor 14 Jahren.
Der Wal war im Innenhafen von Baltimore gestrandet. Er hatte viele Verletzungen. Dem Tier konnte leider nicht geholfen werden. Es ist am 15. August 2012 gestorben.
Lese- und Videotipps
* Finnwal irrt durch Ostsee
* Quicklebendige Delfine und ein sterbender Wal
* Delfine vor „Walfisch“ gesehen


