Dr. Bruno Diaz Lopez, den ich vor 17 Jahren in seiner damaligen Forschungsstation auf Sardinien besucht hatte, veröffentlichte nun zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine sehr interessante Studie.
Auf der Grundlage von fünf Jahren passiver akustischer Überwachung an der Mündung des Flusses Ulla (Galicien/Nordwestspanien) und der Analyse von mehr als 22.000 Stunden akustischer Aufnahmen untersuchten er und seine Kolleginnen und Kollegen, wann und warum Große Tümmler an der Mündung des Flusses Ulla anzutreffen sind.
Wichtigste Ergebnisse der Studie
* Delfine sind ganzjährig an der Mündung des Flusses Ulla präsent. Dieser gehört zu den sogenannten Ästuaren, die der Flut ausgesetzt sind.
* Die akustische Aktivität wird von der Wassertemperatur, der Wellenenergie und der Chlorophyll-a-Konzentration beeinflusst.
* Das Vorkommen der Delfine steht in engem Zusammenhang mit dem Vorkommen von Europäischen Aalen aus dem Fluss Ulla.
Auch Fischer machen diese Beobachtungen
Eines der interessantesten Ergebnisse der Studie ist, dass diese mit den langjährigen Beobachtungen lokaler Fischer übereinstimmt.
Diese berichten, dass Delfine häufig mit ihren Aalfallen interagieren und dabei oft Schäden verursachen, während sie Jagd auf diese Beute machen.
Die Ergebnisse der Studien liefern ökologische Belege für diese Beobachtungen vor Ort und unterstreichen, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Forschung mit dem Wissen der Fischer zu verknüpfen.
Die Studie ist hier abrufbar: Passive acoustic monitoring reveals seasonal bottlenose dolphin (Tursiops truncatus) presence in coastal estuarine waters .
(Quelle: Bottlenose Dolphin Research Institute)
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