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Wale-Treffpunkt in der Bucht von New York


Jahr für Jahr nehmen die Sichtungen von Buckelwalen vor New Yorks Küste ständig zu.

Springender Buckelwal
(Foto: Roland Edler)

Für Touristen sind Walbeobachtungen eine der Hauptattraktionen, wenn sie zu Gast in New York sind.

80 Wale im Jahr

Gotham Whale – ein New Yorker Walschutzverein – schätzt die Walsichtungen auf 80 Tiere im Jahr. Vor zehn Jahren waren es nur fünf Tiere.

Neben den Buckelwalen kann man in der Bucht auch Nordatlantische Nordkaper beobachten, die vom Aussterben bedroht sind.

Klimawandel verändert Routen

Warum so viele Wale in der New Yorker Bucht zu sehen sind, hat mit dem Klimawandel zu tun. Er verändert die Wanderung der Meeressäuger. Sie sind auf der Suche nach kühleren Gewässern und nach Nahrung.

Normalerweise sind die Wale weiter nördlich anzutreffen, zum Beispiel im Golf von Maine, vor der Küste Kanadas oder sogar in Island. Die Fischbestände in diesen Regionen haben sich aber durch den Klimawandel geändert. Krill, kleine Krebstiere und kleine Fische fühlen sich vor New York immer wohler. Auch die Wasser- und Luftqualität in den Gewässern vor New York hat sich gebessert.

Gefahr durch Kollisionen

Aber die vielen Boote und Schiffe stellen ein großes Problem für die Wale dar. New York ist der größte Hafen an der Ostküste der USA. Der Schiffsverkehr dort nimmt ständig zu. In den letzten 15 Jahren hat er sich verdoppelt.

Zwischen 1980 und 2009 wurden jährlich zwei Walstrandungen gemeldet. Zwischen 2017 und 2025 waren es elf pro Jahr.

Bei etwa der Hälfte der Tiere wurden menschliche Einflüsse als Todesursache ausgemacht, wie Brüche durch Zusammenstöße mit Schiffen oder Verletzungen durch Schiffsschrauben.

Geschwindigkeitsbegrenzung

Zum Schutz der Wale gilt seit 2008 eine Geschwindigkeitsbegrenzung für über 20 Meter lange Schiffe. Sie dürfen höchstens 10 Knoten, also 19 km/h fahren. Doch kleinere Fahrzeuge gefährden die Wale weiterhin.
(Quelle: arte.tv)

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