Themen: ,

Bestand der Mönchsrobben erholt sich


Habt ihr gewusst, dass die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu den seltensten Meeressäugetieren der Welt gehört?

Mönchsrobben (Foto: Susanne Gugeler/Plakat von MOm)

Jahrzehntelang war sie eine der am stärksten vom Aussterben bedrohte Robbenarten.

Vor neun Jahren im Schutzzentrum

2017 habe ich in Alonnisos (Ägais/Griechenland) ein Robbencenter besucht, das sich dem Schutz der scheuen Mönchsrobbe widmet.

Merkmale

Mönchsrobben heißen die Meeressäuger deshalb, weil ihr Aussehen der Tracht eines Mönches ähnelt.

Eine Mönchsrobbe kann etwa zweieinhalb Meter groß und 300 Kilogramm schwer werden. Bei der Geburt misst das Baby 80 Zentimeter und wiegt 20 Kilogramm. Es hat ein langes, schwarzes Fell, welches das Tier warmhält. Am Bauch sieht man oft einen weißen Fleck.

Zurückgezogenes und gefährliches Leben

Laut OceanCare erholt sich der Bestand langsam. Zu Beginn dieses Jahrhunderts lebten nur noch geschätzte 400 bis 600 Tiere. Heute sind es wieder knapp 1.000.

Mönchsrobben leben sehr zurückgezogen und ziehen ihre Jungtiere nicht an offenen Stränden, sondern an schwer zugänglichen Orten auf.

Doch die Kinderstube in der Höhle ist für neugeborene Robben sehr gefährlich. Bei Stürmen können Jungtiere ertrinken oder weggespült werden.

Die Organisation MOm kümmert sich um die stark gefährdeten Mönchsrobben. Direkt am Hafen von Alonnisos hat sie eine Informationsstelle eingerichtet.

Sperrzone für Boote

Vor der griechischen Insel Formicula erwirkte das Ionian Dolphin Project eine 200-m-Sperrzone für Boote.

Als „gefährdet“ eingestuft

Die Weltnaturschutzunion IUCN hat die Art zunächst von „vom Aussterben bedroht“ auf „stark gefährdet“ herabgestuft und sie zuletzt 2023 als „gefährdet“ eingestuft.

So ermutigend die Erholung ist, der Druck auf die Bestände bleibt. Robben verfangen sich oft in Fischernetzen oder werden illegal getötet, Lärm und Tourismus stören sie an ihren Ruhestätten, und in ihren Mägen lässt sich mittlerweile Mikroplastik nachweisen.

Über all dem steht der Klimawandel: Das Mittelmeer erwärmt sich rasant, der steigende Meeresspiegel flutet ihre Geburtshöhlen, Beutefische wandern ab.
(Quellen: OceanCare und www.derkleinedelfin.de)

Lesetipps

* Meeresakrobaten-Bericht über Mönchsrobben
* FINN und die Mönchsrobben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert