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Keine Delfinkälber mehr in Harderwijk


Die niederländische Regierung hat am 14. Oktober 2026 angekündigt, die Delfinhaltung langfristig auslaufen zu lassen.

Großer Tümmler im Meerwasserbecken in Harderwijk/Niederlande
(Foto: Rüdiger Hengl)

Damit will das Kabinett offenbar dem Wunsch der Öffentlichkeit nachkommen, Delfine nicht länger in Delfinarien zu halten.

Das bedeutet für das Dolfinarium Harderwijk, dafür zu sorgen, dass sich die dort lebenden 22 Großen Tümmler nicht weiter vermehren.

Gute Versorgung der verbleibenden Delfine

Derzeit gibt es für die in den Niederlanden lebenden Delfine keine geeignete alternative Unterbringung, auch nicht im Ausland. Delfine, die in Delfinarien geboren oder aufgezogen wurden, können auch nicht einfach in die freie Wildbahn entlassen werden.

Daher trifft Silvio Erkens (Staatssekretär für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Naturschutz) Vereinbarungen mit dem Dolfinarium, um sicherzustellen, dass die Tiere bis zu ihrem Lebensende weiterhin gut versorgt werden.

Durch den Abbau unnötiger Vorschriften wird es für Zoos einfacher, Gehege anzupassen und so das Tierwohl zu verbessern.

Letzte Delfingeneration soll nicht leiden

Staatssekretär Erkens: „Ich möchte diese Entscheidung mit Bedacht treffen. Wir tragen auch Verantwortung für die 22 Delfine, die derzeit in den Niederlanden leben. Ich möchte nicht, dass diese letzte Delfingeneration unter dieser Entscheidung leidet. Deshalb suche ich gemeinsam mit dem Dolfinarium, Experten und Tierschutzorganisationen nach einer guten Zukunft für diese Tiere.“

Zukunft des Marineparks

Der Marinepark bietet Besuchern einerseits Unterhaltung und erfüllt andererseits eine Bildungsfunktion. Der Staatssekretär wird daher mit dem Dolfinarium Gespräche darüber aufnehmen, wie diese Funktionen auch in Zukunft erhalten werden können.
(Quellen: Ceta Base und Op termijn geen dolfijnen meer in Nederland)

Das Dolfinarium hat bisher auch Schweinswale aufgenommen, die gestrandet waren und nicht mehr ausgewildert werden konnten. Es wäre fatal, wenn in ein paar Jahren auch diese Rettungsstation von der Schließung betroffen wäre.

Lesetipps

* Morgans Geschichte im Zeit-Magazin
* Marine Hospitals sind wichtig
* In der SOS-Station in Harderwijk
* In der Delfin-Schule
* Ein Tag im Dolfinarium Harderwijk

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