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Neues zum Wal in der Ostsee


Vor knapp drei Wochen wurde im Wismarer Hafen ein Wal gesichtet.

Blasender Buckelwal (Symbolfoto: Stephanie und Detlef Müller)

Das Tier konnte von einem Großteil eines Stellnetzes befreit werden, das sich um seinen Körper gewickelt hatte.

Wal taucht immer wieder auf

Immer wieder tauchte der Bartenwal entlang von Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste auf.

Erneute Befreiungsaktion

Mitarbeiter der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sind am 20. März in die Lübecker Bucht bei Haffkrug (Kreis Ostholstein) ausgerückt, um den Wal von weiterem Fischereigerät zu befreien.

Mit einer „Art überdimensionalem Gurtschneider“ konnten sie Leinenteile durchtrennen.

Leider befindet sich immer noch eine zweite Leine am Körper des Meeressäugers. Das Tier wird nun weiter beobachtet.

Gefährdet durch Schiffe und Lärm

Es stellt sich die Frage, ob der Wal in der Ostsee genügend Nahrung findet. Dort gibt es zwar Schwärme kleiner Fische, aber vielleicht ist der Wal auch zu geschwächt, um richtig fressen zu können. Gefährdet wird er außerdem durch Schiffe. In Hafennähe wird er zudem durch den Lärm gestresst.

„Der Gesundheitszustand ist schwer einzuschätzen, da bisher das Tier visuell nicht vollständig beurteilt werden konnte“, teilt das Deutsche Meeresmuseum mit. „Die Haut des Wals zeigt jedoch eine untypische Struktur, die eventuell durch Pilze oder andere Mikroorganismen verursacht sein könnte. Der Wal wirkt zudem sehr schlank, was auf einen schlechten Ernährungszustand hindeutet.“

Buckelwal statt Finnwal

Über die Art ist man sich inzwischen sicher. Ging man ursprünglich davon aus, dass es sich um einen Finnwal handelt, weiß man jetzt, dass es ein Buckelwal ist, der sich in die Ostsee verirrt hat.
(Quellen: NDR, Nordkurier und stern.de)

Nachtrag vom 24. März 2026: Der Buckelwal ist am Timmendorfer Strand in flaches Wasser geraten. Helfer versuchen, ihn in offenes Wasser zu geleiten. Doch leider ist das bis jetzt nicht gelungen.

Lesetipps

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