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Hoffen und Bangen – eine Endlosschleife


In der ARD-Nordreportage „Gestrandet: Ein Wal in der Ostsee“ erhält der Zuschauer noch einmal einen Einblick, was seit dem 3. März 2026 geschehen ist.

Brustflossen eines Buckelwals
(Foto: Stephanie und Detlef Müller)

Wal kehrt immer wieder in seichte Gewässer zurück

Der Sender schreibt dazu: Im März 2026 sorgte die wiederholte Strandung eines Buckelwals an der Ostseeküste für große Aufmerksamkeit. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen kehrte der offensichtlich geschwächte Wal immer wieder in seichte Gewässer zurück.

Experten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung stellten einen kritischen Gesundheitszustand fest. Aus diesem Grund wurden zunächst alle weiteren Rettungsversuche Anfang April beendet, um den natürlichen Verlauf abzuwarten. Aber dann versucht eine private Initiative es noch einmal, den Wal zu retten.

Es gibt keine verlässliche Rettungsmethode

Im Video erhält man viele Informationen rund um den Buckelwal. So sieht man beispielsweise auch das Netz, in das er geraten ist und von dem er befreit wurde.

Auf einer animierten Karte kann man seine Bewegungen von Wismar in die Lübecker Bucht, nach Travemünde und nach Niendorf und später nach Poel verfolgen.

Immer wieder wird vor laufender Kamera gesagt, dass es keine verlässliche Rettungsmethode gäbe. Der Taucher und Tierfilmer Robert Marc Lehmann sieht die Chancen für den Wal sogar nur bei 0,1 Prozent.

Ihm fehlt die Schwerelosigkeit des Meeres

Als am 26. März 2026 der Buckelwal mit einer Baggerschaufel angeschubst wird, bewegt er sich wieder kurzzeitig.

Doch nach seinem Freischwimmversuch strandet er in der Wismarer Bucht, die eine maximale Tiefe von zehn Metern hat.

Nach erneutem Freistimmen liegt der Wal am 29. März schon wieder fest in einer Wassertiefe von kaum zwei Metern. Ihm fehlt die Schwerelosigkeit des Meeres.

„Der Wal will sterben.“

„Der Wal will sterben“, sagen einige. „Aber er hat sich freigeschwommen. Er will also leben“, sagen andere.

Ganz Deutschland blickt nach Poel. Akteure aus unterschiedlichen politischen Lagern mischen sich ein. Es wird sogar behauptet, man lasse das Tier absichtlich sterben. „Das Tier bettelt um Hilfe.“ und „Herr Backhaus lügt und die Gutachten sind erfunden.“ So lauten die Anschuldigungen des aufgebrachten Publikums.

Ein Sturm der Empörung bricht los

Der Sturm in den sozialen Netzwerken ist groß, der Druck auf Umweltminister Till Backhaus wächst. Es gibt Beschimpfungen und sogar Morddrohungen.

Am 31. März 2026 schwimmt der Wal los, nachdem er durch Lärm animiert worden war. Aber er schwimmt Richtung Norden statt Richtung Westen – nach Poel.

Erneuter Rettungsversuch durch Privatinitiative

Am 15. April 2026 gibt es einen neuen Rettungsversuch durch private Initiative (finanziert durch Walter Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert). Der Wal schwimmt aus eigener Kraft los, strandet aber erneut …
(Quelle: Gestrandet: Ein Wal in der Ostsee)

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