Zur Erforschung von Walen werden immer öfter Touristen herangezogen.
Die auch Bürgerwissenschaftler (oder Citizen Scientists) genannten freiwilligen Beobachter melden gesichtete Meeressäuger zum Beispiel auf der Website Happywhale. Oder sie schöpfen für das Projekt eWHALE Wasser, wo zuvor ein Wal aufgetaucht ist.
Projekt eWHALE
Laut eWHALE kann die im Meerwasser enthaltene Wal-DNA helfen, die Populationszugehörigkeit des Wals, seine Herkunft und weitere Merkmale zu erfassen.
Das ist die Aufgabe der Bürgerwissenschaftler: Sie schöpfen während ihrer Tour einen Kübel Wasser aus dem Meer. Das Wasser wird dann durch einen feinen Filter geschüttet. Dort bleibt die gesamte Umwelt-DNA (auf Englisch eDNA) hängen.
Abdruck ist längere Zeit zu erkennen
Projektkoordinatorin Bettina Thalinger von der Universität Innsbruck erklärt, wie es genau geht: „Wenn ein Wal taucht, hinterlässt er eine Art Abdruck an der Meeresoberfläche, eine Zone, in der das Wasser besonders ruhig ist. Dieser Abdruck kann länger als eine halbe Minute deutlich im Wasser zu erkennen sein. Nimmt man aus diesem Wasser eine Probe, enthält sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch genetisches Material des gerade abgetauchten Wals.“
Analyse im Labor
Die gesammelten Proben werden dann im Labor analysiert. Man kann die Spezies feststellen und zu welcher Population sie gehört.
Bisher wurden mit dieser Methode Pottwale, Buckelwale, Finnwale, Delfine und Haie erfasst.
(Quellen: wissenschaft.de und eWHALE PROJECT)

