Die Umsetzung eines Delfins von einem Marinepark in den anderen ist alles anders als leicht.
Das Tier muss die Strapazen des Transports erleiden und sich an eine vollkommen neue Umgebung gewöhnen.
Von Frankreich nach Spanien
Acht Große Tümmler aus dem seit Januar 2025 geschlossenen Marineland in Antibes (an der südfranzösischen Côte d’Azur) wurden im Juli 2026 nach Spanien in den Zoo Selwo Marina (in der Nähe von Malaga) umgesiedelt. Vier weitere Delfine sollten ins spanische Valencia gebracht werden.
Frankreich verbietet Haltung
Der Plan war, dass die Großen Tümmler im nächsten Jahr im Zoo Beauval (Nordfrankreich) untergebracht werden.
Da das französische Tierschutzgesetz vom 30. November 2021 die Haltung und Zucht von Walen und Delfinen in zoologischen Einrichtungen ab Dezember 2026 zwar grundsätzlich untersagt, aber Schutzeinrichtungen, die wissenschaftliche Programme durchführen, zulässt, sollte das Beauval-Projekt eine Sondergenehmigung erhalten. Doch daraus wurde nichts.
Mehr dazu unter Delfine: Es bleibt nur bei Zwischenlösung und weitere Beiträge, die ihr unter Lesetipps findet.
Nach über 50 Jahren war Schluss
Die Besucherzahl im Marineland ging seit dem Verbotserlass stark zurück. Über 50 Jahre lang konnte man die Meeressäuger-Einrichtung in Antibes besuchen. Im Sommer 1978 hatte ich im Marineland meinen ersten „Live-Kontakt“ mit Delfinen in einer Freiluftanlage
Rocky wurde 29 Jahre alt
Am 10. Oktober 2026 starb der 29-jährige Delfin Rocky im Zoo Selwo Marina.
Er kam 1997 im Zoo Aquarium in Madrid auf die Welt. 2011 wurde der Delfin nach Antibes umgesiedelt, wo er 15 Jahre lebte, bevor er 2026 in den Zoo Selwo Marina transportiert wurde.
Französische Regierung wird kritisiert
Umwelt- und Tierschutzorganisationen wie Sea Shepherd haben vor einer Verlegung gewarnt und machen die französische Regierung für den Tod von Rocky mit verantwortlich.
„Wir haben von Anfang an gefordert, dass alle Tiere im Marineland bleiben“, erklärte die Organisation Tilikum’s Spirit.
(Quelle: stern.de und Meeresakrobaten-Beiträge)
Was aus Wikie und Keijo – die beiden immer noch in Antibes lebenden Orcas – wird, ist bis heute noch nicht geklärt. Ob es bald ein weiteres Todesopfer zu beklagen gibt? Siehe dazu auch den Meeresakrobaten-Beitrag Delfin-Expertin äußert sich zu Wikie und Keijo
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