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Streit um das Leben eines Grindwals


Der Tierrechtler Russ Rektor fordert, dass der Grindwal, der vor ca. drei Monaten in den Keys gestrandet war gerettet wurde (siehe auch MA-News vom Juni 2011), eingeschläfert wird. Es handelt sich um ein ca. dreieinhalb Meter großes Grindwal-Weibchen, das seit vielen Wochen von Freiwilligen in einem Reha-Center der Marine Mammal Conservancy in Key Largo gepflegt wird. Das Alter des Tieres wird auf 15 bis 20 Jahre geschätzt.

Susanne Gugeler

Grindwal in den Gewässern vor Teneriffa

„Der Zirkus sollte beendet werden“, so Rektor, Gründer der Dolphin Freedom Foundation in Fort Lauderdale. „Würde es sich um einen Hund oder eine Katze handeln, wäre dieser/diese schon längst getötet worden.“ Der Wal habe sich zwar von einer Lungenentzündung erholt, aber er leide unter einer Rückgratvergrümmung, die ein Leben im Meer erschweren würde. „Das Tier leidet“, ist sich Rektor sicher.

Robert Lingenfelser, Direktor des Reha-Centers sieht das anders. „Wir sind da, um dem Tier zu helfen, nicht um es zu töten.“ Ein Strandungs-Mitarbeiter hat sich das Weibchen angesehen und ist der Überzeugung, dass es ihm schon viel besser gehe als noch vor Wochen. „Es hat in den letzten Monaten erhebliche Fortschritte gemacht“, so Erin Fougeres, Strandungs-Programm-Administrator für den Dienst in der südöstlichen Region.
(Quelle: „Debate in Fla. over fate of stranded whale“)

Ein Grindwal-Kalb, das ebenfalls nach der Strandung im Mai gerettet werden konnte, befindet sich mittlerweile im Sea World in Orlanda. Später soll es ins Sea World nach San Diego gebracht werden, wo bereits mehrere Grindwale in menschlicher Obhut leben (siehe auch SeaWorld names rehabilitating whale ‚Fredi‘).

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