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Unterwasser-Luftballons gegen Lärm


Im Meer herrscht unerträglicher Lärm, der bei vielen Tieren Orientierungslosigkeit auslöst. Man denke nur an Wale und Delfine, die wegen der Lärmbelästigung zu schnell auftauchen und stranden.

Brandung

Zwar war der Ozean noch nie leise (man denke an Regen, Sturm und Wellenbewegungen), doch die der Gesundheit schadenden Geräusche unter Wasser sind von Menschen gemacht: Sonargeräte, Schallkanonen, Unterwasserbohrer, Schiffsmotoren usw. erzeugen in manchen Gebieten eine Lautstärke von 200 bis 250 Dezibel (ein Düsentriebwerk bringt es auf 120 Dezibel). Alles, was über 130 Dezibel hinausgeht, wird vom Menschen als Schmerz empfunden …

Tiefe Geräusche wandern sehr weit. So hört man den Krach von Schallkanonen noch in 3.000 km Entfernung!

Schall-absorbierend wirken Luftblasen. Das haben Forscher der Universität Texas herausgefunden. Doch je tiefer ein Ton, desto größer müsste die Luftblase sein, die ihn aufnehmen kann. Man braucht dafür Luftblasen, die mindestens 10 cm Durchmesser haben. Da solche Luftblasen nicht stabil sind und in viele kleine Blasen zerstäuben, müssen sie mit Latex umhüllt werden. Dadurch werden sie zu Luftballons unter Wasser. In einer Versuchseinrichtung konnte mithilfe dieser Ballons der Schall um 44 Dezibel abgeschwächt werden. Eine Decke aus Luftballons rund um eine Ölplattform könnte die Tiere vor dem unerträglichen Lärm unter Wasser schützen, meinen die Wissenschaftler.

Mehr zu diesen Untersuchungen unter Luftblasen sollen in den Weltmeeren für Ruhe sorgen

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