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Können Delfine vor Erdbeben warnen?


Vor fast genau einem Jahr wurde Japan von einem heftigen Erdbeben erschüttert. Anschließend überrollte eine riesige Tsunami-Welle die Stadt Fukushima. Die anschließenden entsetzlichen Folgen der Umweltkatastrophe kennen wir aus den Medien.

Breitschnabeldelfin (Illustration: Jörg Mazur)

Wissenschaftler aus den USA, Italien, China, Japan und Taiwan sind der Meinung, dass Tiere ein Erdbeben vorausahnen können.

Professor Yamanaka von der japanischen Universität Osaka untersucht ungewöhnliches Tierverhalten, das zeitgleich mit einem Erdbeben oder kurz vor dessen Auftreten beobachtet wurde. So auch im Fall Fukushima. Aus gesammelten Berichten weiß Yamanaka, dass schon vor dem Beben vermehrt erfrorene Maulwürfe und Schlangen auf den Feldern lagen und dass 50 Breitschnabeldelfine an der Küste nordöstlich von Tokio gestrandet sind.

Auch in anderen Teilen der Erde wurden vor einem Erdbeben Verhaltensauffälligkeiten bei Tieren beobachtet. Bienen schwärmten aus oder Kröten verließen fluchtartig einen See usw.

Der NASA-Physiker Friedemann Freund und sein Team fanden heraus, dass Gesteinsbrocken unter großem Druck – wie ihn auch die enormen Kräfte der Plattentektonik ausüben – einen elektrischen Strom erzeugen und damit das Erdmagnetfeld beeinflussen. Diesen Strom bzw. die Veränderung des Erdmagnetfeldes wird offenbar von Tieren erspürt, die mit einer Art Frühwarnsystem ausgestattet sind.

Im Fernsehbeitrag Achtung Erdbeben! Das Frühwarnsystem der Tiere werden weitere hochinteressante Beispiele gezeigt, die darauf schließen lassen, dass Tiere über einen „Erdbeben-Sinn“ verfügen.

Die Sendung wird heute um 22:15 Uhr und am Sonntag, 11. März 2012, um 10:35 Uhr sowie am Samstag, den 17. März 2012, um 16:05 Uhr in ARTE ausgestrahlt.

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